Nach Polizeischuss: Randalierer in psychiatrische Abteilung eingewiesen

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Nach Polizeischuss: Randalierer in psychiatrische Abteilung eingewiesen
© APA (Archiv)
Nachdem der 45-Jährige Mittwochabend von Polizisten mit einem Fersendurchschuss “ruhig gestellt” werden musste, wurde er nun von einem Amtsarzt in eine psychiatrische Abteilung eingewiesen.

Ein 28-jähriger Beamter, der beim Tumult mit dem offensichtlich psychisch Kranken eine Stiege hinuntergefallen ist, soll kommende Woche einvernommen werden.

Der 45-Jährige sei von einem Amtsarzt untersucht und dann nach dem Unterbringungsgesetz eingewiesen worden, so der Sprecher. Der Mann befand sich vorübergehend aber noch in einem Spital, weil er gehunfähig sei und im Krankenhaus noch behandelt werde. Der im Einsatz verletzte Polizist war vorübergehend mit einer Gehirnerschütterung und einer Rissquetschwunde dienstunfähig. Eine erste kurze Einvernahme brachte nur wenig Ergebnisse: “Er hat wegen der Gehirnerschütterung nur wenig Erinnerungsvermögen”, erklärte Hahslinger. Voraussichtlich am kommenden Montag, wenn der Beamte wieder arbeitsfähig ist, soll die Einvernahme fortgesetzt werden.

Ein Nachbar hatte am Mittwoch gegen 18.30 Uhr die Exekutive verständigt, nachdem Schreie aus der Wohnung des geistig verwirrten Wieners in der Wendstattgasse zu hören waren. Der Mann war laut Exekutive bisher zumindest ein Mal in psychiatrischer Behandlung; ob er laufend betreut wurde, war nicht bekannt. Der 45-Jährige ließ sich zuerst von den Beamten im Stiegenhaus beruhigen; dann wandelte sich der Zustand des 45-Jährigen aber.

Der Wiener attackierte die Uniformierten, bis eine Beamtin Pfefferspray einsetzte. Das machte den Mann noch aggressiver: “Er machte zwei Schritte zurück in die Wohnung, hielt eine Hand hinter der Türe und rief: ‘So und jetzt bring ich euch um!'”, berichtete der Sprecher. Daraufhin kam es offenbar zum Tumult, der weitere Hergang war vorerst nicht ganz geklärt: Der 45-Jährige trat näher auf die Beamten zu, die in der versteckten Hand offenbar eine mögliche Waffe vermuteten – in dieser “Notsituation” gab der 28-jährige Uniformierte einen Schuss “schräg nach unten” ab. Zeitgleich dürfte der Randalierer dem Polizisten aber einen Schlag gegen den Kopf versetzt haben, der daraufhin über eine Treppe stürzte. Ein Team aus Mitgliedern von EKO Cobra und WEGA überwältigten den Mann schließlich.

 

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