Nach Nationalratswahldebakel: Grüne müssen aus Wiener Parteizentrale ausziehen

Die Grünenn müssen ihre Parteizentrale am Wiener Rooseveltplatz räumen.
Die Grünenn müssen ihre Parteizentrale am Wiener Rooseveltplatz räumen. - © APA (Sujet)
Nicht nur ihre Klubräumlichkeiten, auch die Parteizentrale am Wiener Rooseveltplatz müssen die Grünen nach dem Nationalratswahldebakel räumen. Die Verträge seien bereits gekündigt, meinte Bundesgeschäftsführer Robert Luschnik. Es gilt fünf Millionen Euro an Schulden zu tilgen, insgesamt verlieren 126 Mitarbeiter ihren Job.

“Im Moment ist es wichtig, dass die Grünen in einer so schwierigen Phase handlungsfähig sind”, erklärte Luschnik. Er habe es daher mit Kollegen übernommen, die Krise organisatorisch und finanziell zu meistern.

Finanzielle Probleme nach der Nationalratswahl

Im Bezug auf die Finanzen gebe es derzeit Gespräche mit den Landesorganisationen. Es herrsche große Solidarität, die gesamte Organisation stehe in dieser schwierigen Phase zusammen, betonte er. Auch von außen gebe es Solidarität mit den Grünen, sogar die Eintritte in die Partei seien gestiegen. Noch heute starte man auch eine Spendenaktion.

Vom Rausfliegen aus dem Nationalrat sind insgesamt 126 Personen betroffen: 52 Klubmitarbeiter, 31 parlamentarische Mitarbeiter, 18 in der Bundespartei und 25 in der Grünen Bildungswerkstatt. Die 52 vom Klub seien bereits beim AMS zur Kündigung angemeldet. Ein Sozialplan wird überlegt.

Grüne: Auszug aus der Zentrale am Rooseveltplatz

Wohin die Bundespartei übersiedeln wird, ist noch offen. Auch dies werde man mit den Ländern besprechen, sagte Luschnik.

Zur Liste Pilz sagte er, diese sei “ein politischer Mitbewerber wie jeder andere”. Pilz habe sich von den Werten der Grünen teilweise drastisch abgewandt. Sehr distanziert zu “Petzi Pilz” hatte sich zuvor auch Interimsparteichef Werner Kogler im Ö1-“Mittagsjournal” geäußert. Wie es mit dessen Liste weitergeht, sei weiter offen. Eine weitere Absetzbewegung einzelner Richtung Pilz schloss Kogler aus. Fragen einer möglichen Wiedervereinigung wich er aus, es gehe um den Wiederaufbau der Grünen.

(APA/Red)

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