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Nach Kritik: Menschliche Schädel werden nicht im Wiener Dorotheum versteigert

Im Dorotheum werden nun doch keine menschlichen Schädel versteigert.
Im Dorotheum werden nun doch keine menschlichen Schädel versteigert. ©pixabay.com (Sujetbild)
Eigentlich hätten am Dienstag, 31. Oktober, im Wiener Dorotheum menschliche Schädel versteigert werden sollen. Die Grünen hatten die Auktion von menschlichen Ahnen- und Trophäenköpfen als pietätlos bezeichnet. Das Dorotheum zog die Exponate der Auktion "Tribal Art" zurück.

Die rund ein Dutzend Exponate der Auktion “Tribal Art” wurden vor Beginn der Auktion im Wiener Dorotheum zurückgezogen, wie der APA mitgeteilt wurde. Davor hatten die Wiener Grünen die Auktion von menschliche Ahnen- und Trophäenköpfen als “pietätlos und eine Grenzüberschreitung sondergleichen” bezeichnet. “Es handelt sich bei den angebotenen Objekten um Kultgegenstände, wie sie in allen großen ethnologischen musealen Sammlungen vorhanden sind, um historische religiöse Kultobjekte, den europäischen Reliquien vergleichbar”, heißt es im Statement des Dorotheums. “Der Handel ist legal.” Alle notwendigen Behörden seien im Vorfeld einbezogen worden. Man bedaure allerdings, “Menschen irritiert und in ihren Gefühlen verletzt zu haben”.

Grüne kritisieren “Entfremdung ritueller Gegenstände”

Faika El-Nagashi, Menschenrechtssprecherin der Grünen Wien, vermisste einer Aussendung zufolge nicht nur die Kontextualisierung der Gegenstände, sondern stellte auch die Frage, ob es sich möglicherweise um Beutekunst handeln könne. “Die Entfremdung ritueller Gegenstände und menschlicher Leichenteile zu folkloristischen Wertgegenständen ist skandalös”, zeigte sich El-Nagashi entrüstet. Die Schätzwerte der Objekte wurden jeweils mit mehreren tausend Euro beziffert.

APA/Red.

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