Nach Kanaldeckel-Schreck mahnt Button Sicherheitsstandards an

Ein Kanaldeckel wird losgerissen, als Nico Rosberg mit seinem Wagen drüber fährt. Er trifft auf das Formel-1-Auto von Jenson Button. Der Brite wird zum Glück nicht verletzt, mahnt aber die Sicherheitsstandards an.

Der losgerissene Kanaldeckel beim Training zum Klassiker in den Straßen von Monte Carlo hat die Formel 1 aufgeschreckt. Jenson Buttons Rennstall McLaren schrieb nach dem Zwischenfall am Donnerstag vom “alarmierendsten Moment für das Team”. Der britische Pilot selbst meinte, nachdem sein Wagen von dem Kanaldeckel getroffen worden war: “Normalerweise sind die Sicherheitsstandards hier sehr gut. Aber dieser Zwischenfall ist etwas, das wir nicht erleben wollen.”

Unverletzt: “Es war reines Glück”

Zum Glück sei Button unverletzt geblieben, betonte McLaren in seiner Pressemitteilung zum Training. In der ersten Session hatte sich ein Kanaldeckel gelöst, als WM-Spitzenreiter Nico Rosberg mit seinem Mercedes darüber gefahren war. Er holte sich einen platten Hinterreifen. Danach traf die Abdeckung den McLaren von Button.

“Es war reines Glück, dass der Kanaldeckel relativ nah auf der Erde blieb”, meinte Button. Dennoch wurden an seinem Auto der Frontflügel, die Vorderradaufhängung, die Vorderbremse und der Unterboden demoliert. Button kam mit dem Schrecken davon. “Eine Rennstrecke ist eine kontrollierte Umgebung, und wir nehmen genug Risiken als Fahrer in Kauf”, sagte er.

“Dieser Zwischenfall hätte viel unschöner ausgehen können”, kommentierte auch Mercedes-Technikdirektor Paddy Lowe den Vorfall. “Da wurde uns leicht unwohl. Alles in allem können wir also froh sein, dass nur ein Reifenschaden die Folge war und das Auto nicht schwerer beschädigt wurde oder gar Schlimmeres passiert ist.”

Schon länger Diskussionen um Sicherheitskonzepte

Was passiert wäre, wenn die Abeckung höher geflogen wäre, wollte sich niemand vorstellen. Auch so wurden bereits Erinnerungen unter anderem an den Unfall von Felipe Massa in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn 2009 wach. Damals hatte sich vom Wagen seines brasilianischen Landsmanns Rubens Barrichello eine Stahlfeder gelöst und Massa am Helm getroffen. Er musste den Rest der Saison aussetzen.

Damals wurden bereits Diskussionen um Sicherheitskonzepte für die offenen Cockpits geführt. Derzeit laufen Planungen für die Einführung eines Systems namens Halo zur kommenden Saison.

(dpa)

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