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Nach Flugzeugunglück in Tirol: Leichtverletztes Opfer wird befragt

Bei dem Absturz kamen sechs Menschen ums Leben. Bei dem Absturz kamen sechs Menschen ums Leben. - © APA
Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges mit sechs Toten und zwei Verletzten an Sonntag in Tirol soll heute, Montag, im Laufe des Tages jener Passagier vernommen werden, der das Unglück leicht verletzt überlebt hat.

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"Wir werden ihn danach befragen, was er vor dem Absturz mitbekommen hat", sagte der Leiter des Landeskriminalamtes, Walter Pupp, zur APA. Ein Zeitpunkt für die Bergung des Wracks war indes noch nicht absehbar, hingegen soll heute die Obduktion der Verunglückten durchgeführt werden.

Die Ergebnisse werden aus Pietät den Angehörigen gegenüber nicht veröffentlicht. "Die Aussagen des Leichtverletzten werden wir ebenfalls nicht verlautbaren, weil diese unter Umständen verfahrensrelevant sind", erklärte der Ermittler. Der Zustand des schwer verletzten Passagiers wurde am Montag als "sehr kritisch" beschrieben. Er befinde sich im künstlichen Tiefschlaf und sei "mittelbar in Lebensgefahr", sagte der Sprecher der Innsbrucker Klinik, Johannes Schwamberger.

Tatortarbeit abgeschlossen

Die Tatortarbeit ist laut Polizei inzwischen abgeschlossen. Die Wrackbergung stellt laut Pupp eine logistische Herausforderung dar. Zudem sei derzeit noch unklar, wer diese durchführen wird. Im Laufe des Tages sollen Übersichtsaufnahmen aus der Luft gemacht und die restlichen unfallrelevanten Daten gesammelt werden.

In Zell am Ziller im Bezirk Schwaz herrscht Trauer. Aus der Marktgemeinde und deren Umgebung stammen fünf der getöteten Insassen sowie die beiden Überlebenden. "Die Situation im Ort ist sehr bedrückend", sagte Bürgermeister Robert Pramstrahler der APA. Viele Menschen hätten durch den Unfall Familienmitglieder, Freunde und Geschäftspartner verloren. Das Ausmaß dieses Verlustes sei noch nicht realisierbar. Bereits gestern sei der Verstorbenen gedacht worden. "Heute und in den nächsten Tagen werden die Seelenrosenkränze stattfinden", sagte Pramstrahler.

Für den Ort "schwer fassbar"

"(...) Im Tagesgeschehen ist es nur eine Schlagzeile, für den Ort und dessen Bewohner ist es allerdings schwer fassbar, dass diese Männer, noch in der Blüte ihres Lebens stehend, von einem Augenblick auf den anderen nicht mehr unter uns sein sollen", hieß es auf der Homepage der Gemeinde unter anderem. "(...) Wir sind den Verstorbenen tief verbunden. Sie werden in unseren Herzen einen festen Platz einnehmen."

Das Unglück hatte sich am Sonntag kurz vor 7.30 Uhr oberhalb von Ellbögen im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land ereignet. Der Pilot aus Zell am See - er wurde ebenfalls getötet - hatte in Innsbruck die sieben Passagiere an Bord der zweimotorigen Cessna mit der Kennung "N738W" genommen und war um 6.50 Uhr gestartet. Unmittelbar danach gab es laut Polizei über Funk einmal Kontakt mit dem Piloten. Wenig später verschwand die Cessna vom Radar.

Um 7.12 Uhr gab der Flughafen die Information an die Leitstelle weiter, dass im Wipptal eine Maschine außer Kontrolle geraten sei. Wenige Minuten später hörte ein Jäger auf einem Hochstand Motorengeräusche des Flugzeuges und den Einschlag. Beim Eintreffen an der Unfallstelle brannte das Wrack, einer der Überlebenden kam ihm an dem zehn Meter von der Unglücksstelle entfernten Forstweg entgegen. Der zweite Überlebende lag mit schweren Verbrennungen in einem Steilstück des Waldes.



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