Nach Attacke mit Schraubenzieher: Opfer im künstlichen Tiefschlaf

Jener 33-jährige Mann, der am Dienstagabend seine gleichaltrige Ehefrau mit einem Schraubenzieher attakiert hatte, wurde am Mittwoch einvernommen. Schon vor der Bluttat wurde gegen den Mann eine Wegweisung verfügt. Die siebenjährige Tochter des Paares kam bei Verwandten unter.

Sechsmal hat ein 33-jähriger Mann am Dienstagabend auf seine gleichaltrige Ehefrau mit einem Schraubenzieher eingestochen. Anschließend ließ er sie blutüberströmt bei den Süßenbrunner Teichen in Wien-Donaustadt liegen und stellte sich der Polizei. Die 33-Jährige wurde ins künstliche Koma versetzt, der Täter gab bei der Einvernahme am Mittwoch an, er habe aus Eifersucht gehandelt.

Bereits in der Vorwoche sei eine Wegweisung gegen den gebürtigen Serben verfügt worden, berichtete ein Ermittler am Mittwoch der APA. Laut Zeugenaussagen soll es zwischen den Eheleuten schon seit Jahren immer wieder zu heftigen Streits gekommen sein. Gestern, Dienstag, wollten die beiden Essen gehen, doch wiederum rastete der Hilfsarbeiter aus und stach mit einem Schraubenzieher zu, den er bei sich getragen hatte.

Dass er offenbar versucht hat, seine Frau zu töten, unterstreicht die Tatsache, dass er auf einem Wachzimmer in seinem Heimatbezirk Favoriten die Tatwaffe auf den Tisch knallte und sich mit den Worten stellte: “Ich habe meine Frau umgebracht.”

Nur durch schnelles Handeln gelang es den Beamten das Opfer aufzuspüren. In einer Blutlacke liegend wurde die 33-Jährige aufgefunden – lebensgefährlich verletzt und natürlich unansprechbar. Nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus wurde sie in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Der Ehemann klappte später nach der Einnahme von Medikamenten zusammen und war erst am Mittwoch vernehmungsfähig.

Die gemeinsame siebenjährige Tochter hat von dem Vorfall nichts mitbekommen. Sie kam mittlerweile bei Verwandten unter. Das Jugendamt muss nun entscheiden, was mit dem Mädchen weiter passieren soll.

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