Mutter und vier Kinder bei Erdrutsch auf Mayotte gestorben

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Bei einem Erdrutsch im französischen Überseegebiet Mayotte sind eine Mutter und vier ihrer Kinder ums Leben gekommen. Nach schweren Regenfällen habe ein Erdrutsch die Unterkunft der Familie zerstört, teilte die Präfektur der Insel im Indischen Ozean am Donnerstag mit. Ein Mädchen überlebte das Unglück in der Gemeinde Koungou am Mittwochabend.

Laut einem Bericht des Senders Mayotte 1re lebte die Familie in einer einfachen Blechhütte. Das Gebiet wurde evakuiert, die Behörden brachten 150 Menschen in Sicherheit.

Übersee-Ministerin Annick Girardin verwies auf Anstrengungen der Behörden, gegen ärmliche Behausungen auf der Insel vorzugehen. Sie räumte ein, dass es einen großen Rückstand beim Bau von Wohnungen gebe – 30 Prozent der Behausungen auf Mayotte seien illegal, sagte sie vor Journalisten in Paris. “Wir sind aktiv, aber wir müssen noch schneller sein.”

Geografisch gehört Mayotte zu den Komoren zwischen der Ostküste Afrikas und Madagaskar. Das französische Überseegebiet ist Teil der Europäischen Union, dort leben schätzungsweise 235.000 Menschen. Die Insel hat große Probleme mit illegaler Einwanderung von den Nachbarinseln.

(APA/ag.)

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