Müller: Bei Europacupaufstieg vorerst wohl keine Transfers bei Rapid geplant

Laut Rapids Sportdirektor Andreas Müller steht das Thema Transfers bei den Wienern aktuell nicht auf der Agenda.
Laut Rapids Sportdirektor Andreas Müller steht das Thema Transfers bei den Wienern aktuell nicht auf der Agenda. - © APA
Beim Fußball-Rekordmeister Rapid steht das Thema Transfers aktuell nicht auf der Agenda, was sich laut Sportdirektor Andreas Müller auch bei einem Aufstieg in eine europäische Gruppenphase nicht ändern wird.

Fußball-Rekordmeister Rapid hat einen fulminanten Saisonstart hingelegt. Wohl auch deshalb steht das Thema Transfers bei den Wienern aktuell nicht auf der Agenda. Das dürfte sich nach derzeitigem Stand auch bei einem Aufstieg in eine europäische Gruppenphase nicht ändern. “Stand jetzt ist es so, dass wir den Kader so belassen, wie er ist”, so Rapids Sportdirektor Andreas Müller.

“Großes Vertrauen in unseren Kader”

Das allerletzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Der Deutsche wird sich nach dem Champions-League-Qualifikations-Duell mit Ajax Amsterdam mit dem Trainerstab zusammensetzen. Dass sich Müllers Meinung dabei ändern könnte ist eher nicht zu erwarten. “Wir haben großes Vertrauen in unseren Kader”, betonte der 52-Jährige.

Dass Linksverteidiger Thomas Schrammel das ganze Jahr wegen seines Kreuzbandrisses nicht zur Verfügung stehen wird, ist kein Grund um den Kader zu ergänzen. “Ich denke unsere Positionen sind alle gut besetzt. Es tut uns sicher weh, dass Thomas ausfällt, auf der anderen Seite haben wir in Stefan Stangl mehr als einen Ersatz”, schilderte Müller seine Sicht.

Stangl zeigte starke Leistung

Stangl ist ein Aufsteiger. Nachdem der 23-Jährige in seiner Rapid-Premierensaison in der Liga nur 15 Mal (12 Mal von Beginn) zum Einsatz gekommen war, hat er nun nach der schweren Verletzung von Schrammel die Gunst der Stunde genutzt. Im Hinspiel gegen Ajax zeigte er bei seinem erst dritten Europacup-Einsatz sowie seiner Startelf-Premiere in der Champions-League-Qualifikation keine Nerven und eine starke Leistung.

“Er hat es sich definitiv verdient, zeigen zu können, welche Qualitäten er hat. Die hat er auch in den letzten Spielen schon gezeigt”, ist Müller zufrieden. Die positive Entwicklung des Defensivspielers kam für ihn nicht überraschend. “Er hat ja auch letztes Jahr schon etliche Spiele gemacht. Er verfügt über enormes Potenzial, jetzt geht es darum, dass er viel Spielpraxis bekommt, er einen Rhythmus kriegt”, so Rapids Sportchef.

Qual der Wahl für Rapid-Trainer Barisic

Auf der rechten Abwehrseite hat vorerst der von der Admira geholte Stephan Auer einen Stammplatz. Dahinter stehen Mario Pavelic und Michael Schimpelsberger als Alternativen bereit. Der 21-jährige Pavelic verpasste die gesamte Vorbereitung aufgrund einer Knieverletzung, ist nun aber wieder im Mannschaftstraining. Laut Trainer Zoran Barisic werde Pavelic, der vergangene Saison 28 Ligaspiele absolvierte, in den nächsten ein bis zwei Wochen ein Thema für den Kader werden.

Die Qual der Wahl wird also für Barisic noch größer. Von den Sommer-Zugängen hat sich bisher nur Rechtsverteidiger Auer ins Team gekämpft. Gegen Salzburg durfte sich aufgrund der Rotation auch Mittelfeldspieler Philipp Huspek erstmals von Beginn an versuchen, er hat bisher als einziger des Ex-Grödig-Trios Einsatzminuten bekommen. Stefan Nutz und Tomi warten noch auf ihre Pflichtspiel-Premiere. Die hat der von Werder Bremen gekommene Richard Strebinger dank seinem Einsatz im ÖFB-Cup schon hinter sich.

Müller hofft auf Einzug in Champions- oder Europa League

Mit einem Einzug in eine Europacup-Gruppenphase würden sich die Einsatzchancen für die Spieler aus der zweiten Reihe deutlich erhöhen. Schon am Dienstagabend bestand die Möglichkeit, mit einem Aufstieg gegen Ajax diesen zu fixieren, damit ein Saisonziel zu erreichen. “Wir haben eine Mannschaft, die sich in den letzten zwei Jahren entwickelt hat, wo man die Fortschritte sieht. Jetzt brauchen wir aber neben der Bundesliga genau diese Gegner, die uns noch mehr abverlangen. Das ist das, was die Mannschaft letztendlich weiterbringt”, hoffte Müller auf einen Einzug in die Champions- oder Europa League.

Das würde sich auch finanziell lohnen. Alleine an Startprämie warten in der Champions League zwölf Millionen Euro, in der Europa League sind es noch 2,4 Millionen Euro. “Es wäre falsch, jetzt schon an die Millionen zu denken. Wir konzentrieren uns auf das Sportliche und wenn das passt, kommt das Finanzielle von alleine”, will sich Barisic ganz auf den Auftritt auf dem Rasen fokussieren.

(APA)

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