MotzArt Kabarett Festival in Salzburg mit sieben Premieren

Kabarett-Größen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum kommen Ende Jänner und Anfang Februar 2018 wieder zum MotzArt Festival in die ARGEKultur nach Salzburg, das bereits die 36. Auflage erleben wird. Markus Grüner-Musil, der künstlerische Leiter, stellte heute, Dienstag, bei einem Pressegespräch sein vorerst letztes Festival-Programm vor. 

Auch dieses Jahr steht wieder eine Frage über dem Programm, wie es auch die letzten Jahre gehalten wurde. 2018 ist es nun also die Frage nach dem eigenen Selbstverständnis, fern von der Schuld der anderen. “Das Programm entspricht damit einer sehr zeitgenössischen Art von Kabarett. Die Selbstreflexion ist mittlerweile vom Publikum gewollt”, so Grüner-Musil. 

Alle sieben Programme sind Salzburgpremieren. Bereits der erste Abend (27. 1.) ist ausverkauft, allerdings wird es Zusatzvorstellungen im April geben. Alfred Dorfer kehrt mit seinem Programm “und …” nach langer Zeit in die ARGE zurück. Am 29. Jänner wird es bei Gunkl etwas nachdenklicher. Der gerne als Philosoph unter den Kabarettisten bezeichnete Künstler spielt zum ersten Mal in Salzburg sein Programm “Zwischen Ist und Soll – Menschsein halt”. 

Auch bei den Science Busters am 30. Jänner steht nicht nur der satirische, sondern auch der wissenschaftliche Erkenntnisgewinn im Vordergrund. I Stangl kommt am 31. Jänner mit einem neu geschriebenen Programm zum MozArt Festival. “Er macht das, was viele in der Branche nicht können: aufhören. Umso mehr freue ich mich, dass er noch einmal zu uns kommt”, erklärte Markus Grüner-Musil. 

Zum ersten Mal in der ARGE ist das Schweizer Duo Ohne Rolf mit dem Programm “Unferti”. Ganz ohne gesprochene Sprache, dafür aber mit allerlei Plakaten ausgestattet spielen sie am Abend des 1. Februars. Der Abend könnte möglicherweise auch zur Bühnenpremiere für einen Zuschauer werden. Mehr wollte Grüner-Musil aber noch nicht verraten. Nach vier Jahren des Anfragens kommt 2018 auch erstmals der in Deutschland bereits gefeierte Christoph Sieber nach Salzburg. Der für seinen Pessimismus bekannte Künstler stellt sein Programm “Hoffnungslos optimistisch” vor.

“Sigi Zimmerschied gab beim allerersten MotzArt Kabarett-Festival einen denkwürdigen Auftritt. Eigentlich ist es mehr Theater, als Kabarett. Auf jeden Fall freut es mich, dass er bei meinem letzten Festival dabei ist”, so Grüner-Musil. “Der siebte Tag – ein Erschöpfungsbericht” schließt am 3. Februar das Festival ab.

Für Markus Grüner-Musil, der die ARGE Ende Februar 2018 verlässt, wird es die vorerst letzte Kabarett-Woche sein, auch wenn er das Programm für 2019 schon plant. Das Festival an sich wird es aber auf jeden Fall auch unter dem neuen Leiter Sebastian Linz geben.

(APA)

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