Motorola: Höhepunkt auf Googles langer Einkaufsliste

Akt.:
Motorola: Höhepunkt auf Googles langer Einkaufsliste
Google’s spektakuläres Angebot von 12,5 Milliarden Dollar (8,74 Mrd. Euro) für den Handy-Hersteller Motorola ist der Höhepunkt einer langen Einkaufsliste.

Motorola-Kauf soll wichtige Patente sichern

Der Ankauf wäre der bisher teuerste des US-amerikanischen Suchmaschinenbetreibers, der sein Geschäftsfeld seit seinem Börsengang 2004 auch durch zahlreiche strategische Akquisitionen deutlich verbreitert hat. Der geplante Kauf von Motorola Mobility soll wichtige Patente sichern und so die Smartphone-Aktivitäten Googles stützen.

Am teuersten kam Google bisher die Übernahme der Online-Werbefirma DoubleClick, für die im Jahr 2007 rund 3,24 Mrd. Dollar bezahlt wurden. Der Kauf wurde von den Konkurrenten Microsoft und Yahoo stark kritisiert, da die Fusion den Wettbewerb einschränke. Daher genehmigten die Wettbewerbshüter der EU die Übernahme für Europa erst nach monatelangen Prüfungen. Nach der Übernahme strich Google bei DoubleClick jede vierte Stelle in den USA.

YouTube kostete Google 1,65 Mrd. Dollar

Den Zukauf von YouTube im Jahr 2006 ließ sich Google 1,65 Mrd. Dollar kosten. Durch die Vereinigung der beiden Unternehmen aus Silicon Valley wurden zwei der meistgenutzten Internetangebote vereint. Zudem war es das erste Mal, dass ein Internetangebot, das auf der Beteiligung von Nutzern basiert, mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet wurde.

2010 wurde das Unternehmen AdMob für 750 Mio. Dollar gekauft. Es ist nach DoubleClick und YouTube die bisher dritthöchste Übernahme der Unternehmensgeschichte von Google. AdMob schaltet Anzeigen auf Handys, auch Apple soll an einem Kauf von AdMob interessiert gewesen sein.

Die Übernahme der E-Mail-Sicherheitsfirma Postini kostete Google im Jahr 2007 rund 625 Mio. Dollar. Zu diesem Zeitpunkt zählte Postini 35.000 Unternehmenskunden und weltweit zehn Millionen Nutzer.

Zu den jüngsten Zukäufen von Google zählen der Betreiber des sozialen Netzwerks Slide (Kaufpreis 182 Mio. Dollar), die Video-Sicherheitsspezialisten Widevine sowie das kanadische Musik-Start-up PushLife (25 Mio. Dollar). (APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen