Moskau: US-Raketen in Polen "ungerechtfertigt"

Moskau: US-Raketen in Polen "ungerechtfertigt"
Moskau hat die geplante Stationie­rung von US-Abwehrraketen nahe der russi­schen Grenze in Polen als “ungerechtfertigt” kritisiert, sich jedoch zu Verhandlungen bereiterklärt.

“Bedauerlicherweise ist unsere Position nicht ausreichend berücksichtigt worden, aber wir werden den Dialog über diese Frage fortführen.” Das sagte Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Dienstag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. Russland hat das mobile Raketenabwehrsystem stets als Bedrohung für seine Sicherheit abgelehnt.

Russland sehe keine Gefahr, die vom Iran ausgehe und wegen der ein Raketensystem aufgebaut werden müsse, sagte Rjabkow. Er forderte erneut ein abgestimmtes Vorgehen. US-Außenministerin Hillary Clinton hatte Moskau bei einem Besuch in Krakau am Samstag angeboten, sich an dem Projekt zu beteiligen. Die US-Raketen vom Typ SM-3 sollen zwischen 2015 und 2018 in Nordpolen stationiert werden.

Das am Samstag von den USA und Polen besiegelte Projekt beschränkt sich auf den Schutz Europas, nachdem US-Präsident Barack Obama auf Drängen Russlands Abstand von den Plänen seines Vorgängers George W. Bush genommen hatte. Dieser wollte mit einem Raketenschutzschild in Polen und Tschechien auch die USA vor möglichen iranischen Angriffen mit Langstreckenraketen schützen.

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