Mord und Magie: „Dishonored: Der Tod des Outsiders“ im Test

Stealth-Action hat einen Namen: „Dishonored“. Der Ländle Gamer enttarnt, was die Mini-Fortsetzung „Der Tod des Outsiders“ dem Original voraus hat.

(PC, PS4 & Xbox One) Das steampunkige Universum von „Dishonored“ ist gut für unzählige Geschichten – deshalb soll nun eine weitere, angeblich letzte erzählt werden: Die übersinnliche Meuchelmörderin Billie Lurk will – angeleitet von ihrem Mentor Daud – den gottgleichen Outsider töten. Kurz: Die größte „Mission Impossible“ überhaupt! Alle drei Charaktere kennt man bereits aus Teil 2 bzw. dem DLC „The Knife of Dunwall“ von Teil 1, spielbar ist allerdings nur Billie.

Optionaler Zusatzaufgaben

Das Gameplay bleibt bei dieser Story-Erweiterung (irgendwo zwischen Sequel und Spin-off) großteils unverändert. Billie schleicht, meuchelt und schlägt sich entlang verschiedener Missionen samt optionaler Zusatzaufgaben bis zum (leider nicht ganz so) großen Finale beim Outsider durch. Neben konventionellem Mordwerkzeug wie Klinge, Fallen, Minen, Granaten und Voltaikpistole sind es vor allem die magischen Fähigkeiten und Billies tödliche Mobilität, die den Reiz des Games ausmachen. Hierzu sind vier neue Kräfte gleich von Beginn an verfügbar:

  • Platztausch teleportiert die Heldin an zuvor markierte Plätze.
  • Schlag des Nichts ist ein aufgeladener Stoß, der Gegner zurückdrängt.
  • Trugbild stiehlt die Identität einer anderen Person und ermöglicht Gedankenkontrolle.
  • Weitblick stoppt die Zeit, lässt körperlos die Umgebung erkunden und Platztausch-Markierung setzen.

Das Level-Design fällt gewohnt großartig aus. Die lebendige Welt gibt in alle Richtungen viel Spielraum, allerorts warten Geheimgänge und neue Entdeckungen. Somit lassen sich die Aufgaben auch hier wieder auf viele Arten angehen. Allerdings ist Tarnen bei Billie Trumpf, denn im hektischen Kampf zieht man mit ihr nur zu leicht den Kürzeren.

Handlungsfreiheit ohne schmerzliche Konsequenzen

Insgesamt fühlt sich das Addon aufgrund der dichten Story wesentlich linearer an als Teil 2. Diese mündet nach rund zehn Stunden Spielzeit in zwei mögliche Enden, die vergleichsweise unabhängig vom Spielstil sind. Die positive Konsequenz: Als Spieler genießt man mehr Handlungsfreiheit ohne schmerzliche Konsequenzen. Wem das erste Durchspielen nicht reicht, kann die insgesamt fünf Kapitel nochmals mit den Fähigkeiten aus „Dishonored 2“ absolvieren.

“Der Tod des Outsiders”

Fazit: Wie schon bei Teil 1 und 2 dürfen sich auch bei „Der Tod des Outsiders“ Freunde guter Stealth-Action ganz daheim fühlen. Etwas linearer, dafür mit dichter Story – die kleinen Gameplay-Abstriche werden mehr als ausreichend kompensiert. Letztendlich zahlt man ja auch nur den halben Preis. Eine Warnung zum Schluss: Obwohl das Add-on technisch ganz ohne die Vorgänger spielbar ist, sollte man diese auf jeden Fall kennen – sonst hat man nur den halben Spaß!

 

 

 

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