Mord: Mädchen drohen 10 Jahre Haft

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Mord: Mädchen drohen 10 Jahre Haft
Nachdem das 14-jährige Mädchen die Tat an ihrer Mutter gestanden hat, Auslöser war anscheinend ein Streit. Dem Mädchen drohen nun zehn Jahre Haft.

Bei der Einvernahme gab die 14-Jährige an, nicht in Tötungsabsicht gehandelt zu haben. Nach der Bluttat verließ das Mädchen die Wohnung in der Sankt-Johann-Gasse, in der es mit seinen Eltern sowie seinem zwölfjährigen Bruder gelebt hat. Ermittler spürten die Jugendliche schließlich mittels Anruf auf ihrem Mobiltelefon auf. In einem Park in Penzing wurde die 14-Jährige, die einen “sehr verstörten” Eindruck machte, aufgegriffen.

“Es steht fest, dass es innerhalb der Familie, vor allem zwischen Mutter und Tochter, viel Streit gegeben hat”, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger. Dabei dürfte es auch immer wieder zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Dienstagnachmittag seien die schwelenden Auseinandersetzungen aus einem “sehr nebulösen, alltäglichen Grund” wieder aufgeflammt. Die Mutter soll dem Mädchen offenbar das Surfen im Internet verboten haben.

“Noch nie etwas registriert”

Für die 14-Jährige sei ebenso wie für ihre Angehörigen psychologische Betreuung organisiert worden. Das Mädchen war vor der Bluttat anscheinend nicht in Behandlung gewesen. Auch dem Wiener Jugendamt war die Familie nicht bekannt: “Wir haben noch nie etwas registriert. Aber wenn die Vorfälle (die angeblichen Handgreiflichkeiten, Anm.) von niemandem gemeldet werden, können wir mit der Familie auch nicht zusammenarbeiten”, so eine Sprecherin zur APA.

Die 37-jährige Mutter war gegen 18.00 Uhr in ihrer Wohnung in der Sankt-Johann-Gasse erstochen aufgefunden worden. Ihr zwölfjähriger Sohn war etwa eineinhalb Stunden zuvor nach Hause gekommen, konnte aber nicht in die Wohnung, weil auf sein Klopfen niemand reagierte. Gegen 17.30 Uhr traf der Vater ein. Gemeinsam entdeckten sie die blutverschmierte Leiche im Badezimmer. Der 37-Jährigen waren mehrere Stiche in den Rücken sowie einer in die Brust zugefügt worden. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, steckte noch im Oberkörper. Die Obduktion war noch Dienstagnacht durchgeführt und abgeschlossen worden.

Was passiert mit dem Mädchen?

Nun wird gegen das Mädchen ermittelt. Die 14-Jährige befindet sich vorerst in Untersuchungshaft. Eine wichtige Frage wird sein, ob das Mädchen schon reif genug war, dass sie das Unrecht der Tat erkennt. Sollte sie das nämlich nicht, würde sie wie eine unter 14-Jährige behandelt werden und ungestraft davon kommen. Ist das aber nicht der Fall drohen ihr im Frauengefängnis Schwarzau bis zu zehn Jahre Haft.

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