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Mord am Wiener Gürtel vor 25 Jahren kommt heuer vor Gericht

Der Prozess um einen Mord am Wiener Gürtel findet 25 Jahre nach der Tat statt. Der Prozess um einen Mord am Wiener Gürtel findet 25 Jahre nach der Tat statt. - © Vienna.at (Symbolbild)
25 Jahre nach der Bluttat in einem Wiener Espresso wird heuer vor Gericht verhandelt. Am 16. März 1987 war es zu dem Mord gekommen, viel Alkohol dürfte im Spiel gewesen sein. Heuer wurde nach einem anonymen Tipp ein Verdächtiger verhaftet, dieser bestreitet laut seinem Verteidiger Herbert Eichenseder die Tat kategorisch.

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Für Eichenseder handelt es sich um eine reichlich “dünne Suppe”. Doch der Reihe nach: Am Abend des 16. März 1987 saß der damals 31-jährige Erich Ludwig mit seinem Hund im Espresso “Orient” am Wiener Gürtel. Ludwig war der Polizei kein Unbekannter: Wiederholt war er wegen Körperverletzung und anderer Delikte vor Gericht gestanden, zuletzt hatte er in einem Heim für entlassene Häftlinge gewohnt. Immer wieder dürfte Alkohol im Spiel gewesen sein, so auch an dem Abend im “Orient”. Vor allem sein Hund soll das zu spüren bekommen haben, der 31-Jährige dürfte das Tier heftig gequält haben.

Schüsse in Wiener Espresso

Das schien einem der anderen Gäste in dem Lokal nicht gefallen haben. “Gemma ausse”, forderte der Mann Ludwig auf. Vor dem Lokal kam es zu einem heftigen Streit. Der Unbekannte zog eine Faustfeuerwaffe und schoss Ludwig in den Bauch. Ein zweiter Schuss ging fehl. Der 31-Jährige brach blutüberströmt zusammen. Er wurde ins Wilhelminenspital eingeliefert, wo er kurz darauf starb. Der Täter flüchtete in Richtung des Bezirks Neubau. Ein Lokalgast verfolgte ihn bis in die Kandlgasse, musste aber wegen seiner eigenen schweren Alkoholisierung schließlich aufgeben.

Vage Hinweise führten zu dem Verdächtigen

Auf Eichenseders Mandanten waren die Ermittler durch einen anonymen Hinweis gekommen. Die Flucht in Richtung Neubau sei auch einer der sehr vagen Hinweise auf den Angeklagten. Denn dieser lebte damals in dem Wiener Bezirk. Eine Vermutung, wie es zu dem Tipp gekommen sein könnte, hatte der Anwalt nach der Verhaftung auch. Der 66-Jährige soll in relativ nahem zeitlichen Zusammenhang zu seiner damaligen Frau gesagt haben: “Du, wenn du weiter so saufst, geht’s dir so wie dem, weil den hab’ i derschossen.” Die beiden ließen sich später scheiden. Möglicherweise könnte der Hinweis nun mit dieser Aussage zusammenhängen. “Mein Mandant bestreitet das nicht einmal, dass er das gesagt hat. Aber sonst weiß er über den Fall nichts”, sagte Eichenseder schon im März.

Nur ein Prozesstag geplant

Die Verhandlung ist auf einen Tag anberaumt. Wenn alles glattgeht, sollte es am früheren Nachmittag ein Urteil geben, meinte der Verteidiger. Richterin Martina Krainz sagte dazu, dass die Voraussetzung dafür sei, dass alle geladenen Zeugen erscheinen bzw. ob man mit den erschienenen Zeugen das Auslangen findet. (APA)



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