Monschein und Friesenbichler: Austrias Alternativ-Stürmer bestehen Bewährungsprobe

Auch, wenn meist nur einer von beiden von Beginn an spielt, verstehen sich die Austria-Stürmer Kevin Friesenbichler (l.) und Christoph Monschein blendend.
Auch, wenn meist nur einer von beiden von Beginn an spielt, verstehen sich die Austria-Stürmer Kevin Friesenbichler (l.) und Christoph Monschein blendend. - © APA/Hans Punz
Nach fünf Pflichtspielen ohne Niederlage befindet sich die Wiener Austria klar im Aufwärtstrend. Dazu haben auch die beiden Stürmer Kevin Friesenbichler und Christoph Monschein einen großen Teil beigetragen.

Die Austria hat am Sonntag gegen den SV Mattersburg das fünfte Pflichtspiel in Folge ohne Niederlage über die Bühne gebracht. Beim 3:1 gegen Mattersburg trafen die vor kurzem noch gescholtenen Stürmer Kevin Friesenbichler und Christoph Monschein, in der Abwehr zeigte unterdessen Mohammed Kadiri eine Aufwärtstendenz. “Wir kommen jetzt immer besser in Fahrt”, lobte FAK-Coach Thorsten Fink.

Nach den in der vergangenen Woche amtlich gewordenen Abgängen von Stürmer Larry Kayode und Innenverteidiger Petar Filipović bestanden Zweifel, ob die Austria noch konkurrenzfähig sein würde. Und darüber, ob das Ziel, Titelverteidiger Salzburg ernsthaft zu fordern, noch haltbar ist. Mit Kapitän Alexander Grünwald, Torhüter Robert Almer oder Lucas Venuto fallen ja außerdem Stützen der Mannschaft mit schweren Verletzungen noch länger aus.

Austria Wien im Aufwärtstrend

Der Trend zeigt jedoch nach oben. “Mit Kayode und Filipović haben uns zwei wichtige Spieler verlassen, aber Kadiri und unsere zwei Stürmer erbringen ihre Leistung”, erklärte Fink nach dem gelungen Ausflug ins Burgenland. Der 3:1-Erfolg war der dritte Sieg in den vergangenen drei Spielen. “Es war sehr wichtig für das Selbstvertrauen, dass wir heute gewinnen konnten”, meinte Abwehrchef Heiko Westermann.

Der Abgang von Kayode, der seit dem 25. Mai kein Pflichtmatch für die Violetten mehr bestritten hatte, scheint wie geplant mit Friesenbichler und Monschein kompensiert werden zu können. Die beiden haben verschiedene Stärken: Friesenbichler ist mehr der Typ Strafraumstürmer, der von der Admira gekommene Monschein hat seine Stärken im Konter, wie auch gegen Mattersburg augenscheinlich war.

“Wir trainieren beide super und verstehen uns auch gut neben dem Platz”, sagte Monschein, der nach seiner Einwechslung in der 83. Minute zum zweiten Mal in seiner Bundesliga-Karriere einen Doppelpack schnürte, über sich und den Sturmkollegen. Von den beiden kommt im Regelfall nur einer von Anfang an zum Zug. “Die Stimmung in der Mannschaft ist super. Es ist egal, wer trifft, wichtig ist, dass wir in der Europa League weiterkommen und in der Liga wieder mehr Punkte sammeln.”

Thorsten Fink: Kader nicht reif für den Meistertitel

In der Abwehr ist die Perspektive freilich nicht so rosig. Filipović war ein Eckpfeiler, der Ghanaer Kadiri erst die vergangenen zwei Matches über 90 Minuten für die erste Mannschaft im Einsatz. Fink glaubt aber an das Potenzial des 21-Jährigen. “Kadiri hatte beim Hinspiel gegen Osijek seine Schwierigkeiten, daher haben wir ihn heute in die rechte Seite der Innenverteidigung gegeben, was besser funktioniert hat. Er ist beidbeinig, daher passt das auch für ihn”, sagte er am Sonntag.

Als Herausforderer um den Titel sieht der Westfale sein Team aktuell nicht. “Mit dem Kader kann man im Moment nicht von Meisterschaft reden”, meinte Fink. Nach fünf Runden steht die Austria auf dem vierten Platz, acht Zähler hinter Leader Sturm Graz.

Vorrangiges Ziel ist das Erreichen der Europa-League-Gruppenphase. Am Donnerstag (21:05 Uhr, live im VIENNA.at-Liveticker) steht in St. Pölten das Retourmatch gegen NK Osijek an. In Kroatien hatte die Austria in der Vorwoche 2:1 gewonnen.

(APA, Red.)

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