Mönchengladbach entzauberte Bayern in München mit 2:0

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Patzer von Neuer brachte Gladbach auf Siegerstraße
Patzer von Neuer brachte Gladbach auf Siegerstraße
Deutschlands Fußball-Meister Bayern München ist am Sonntag im eigenen Stadion von Borussia Mönchengladbach entzaubert worden. Der Spitzenreiter musste sich dem Tabellendritten völlig verdient mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Matchwinner war der Brasilianer Raffael mit einem Doppelpack (30., 77.). Beim ersten Treffer profitierte er von einem Fehler von Weltmeister-Torhüter Manuel Neuer.


Für die Bayern, bei denen ÖFB-Star David Alaba im Mittelfeld durchspielte, war es die erste Heimniederlage seit April 2014. In der laufenden Saison gab es bis dahin in 17 Pflichtspielen 16 Heimsiege. Der Vorsprung der Münchner auf ihren ersten Verfolger Wolfsburg, der in Mainz ein glückliches Remis erreichte, beträgt aber immer noch zehn Punkte.

Mönchengladbach liegt sieben weitere Zähler dahinter auf Rang drei, darf nach einer taktisch disziplinierten Leistung sogar von der Champions League träumen. Die Gladbach-Defensive um Kapitän und Abwehrchef Martin Stranzl ließ kaum nennenswerte Torchancen der zuletzt so starken Bayern zu.

Der viele Ballbesitz nutzte den Münchnern diesmal nichts, zudem musste Arjen Robben bereits vor der Pause ausgetauscht werden (24.). Der Niederländer erlitt einen Bauchmuskelriss. Der 31-Jährige dürfte damit auch das Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Porto (15. und 21. April) verpassen. Mit 17 Ligatreffern ist er der erfolgreichste Bayern-Torschütze in dieser Saison.

Neuer ermöglichte Raffael mit dem ersten Gladbacher Torschuss den Führungstreffer. Der Starkeeper ließ dessen Schuss unter dem Körper durchrutschen. Das 2:0 entstand aus einem mustergültigen Konter. Dazu verzeichnete Gladbach durch Andre Hahn auch noch einen Stangenschuss (70.).

Ihre bisher letzte Niederlage hatten die Bayern Ende Jänner beim Frühjahrsauftakt in Wolfsburg (1:4) kassiert. Der erste Verfolger rettete in der 26. Runde immerhin noch ein Remis. Luiz Gustavo gelang der Ausgleich (61.), nachdem die starken Mainzer nach dem Führungstreffer von Kapitän Niko Bungert (8.) noch eine Vielzahl weiterer Chancen ausgelassen hatten. ÖFB-Teamspieler Julian Baumgartlinger liegt mit Mainz auf Rang elf.

Unterdessen trennte sich der abstiegsbedrohte Hamburger SV von seinem Cheftrainer Josef Zinnbauer. Nach einer Krisensitzung der Clubführung gab der deutsche Fußball-Bundesligist das Aus für den 44-Jährigen nach nur gut sechs Monaten bekannt. Grund ist der Absturz des noch nie aus der ersten Liga abgestiegenen Vereins, der nach sechs Spielen ohne Sieg auf dem Relegationsplatz liegt. Wie der HSV mitteilte, übernimmt Peter Knäbel, der Direktor Profifußball, bis zum Saisonende das Traineramt beim Tabellen-Drittletzten.

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