Mödling Wohnen klagt Hypo NOE wegen Zins-Swap-Geschäfts

Die Mödling Wohnen GmbH hat wegen eines Zins-Swap-Geschäfts Klage gegen die Hypo NOE am Landesgericht St. Pölten eingebracht. Die stadteigene Immobilienfirma orte eine Fehlberatung, berichteten Medien. Laut einem Gutachten soll ein Schaden von rund zwei Mio. Euro entstanden sein. Vonseiten der Hypo NOE hieß es auf Anfrage, man habe korrekt gehandelt und sehe einer Klage “gelassen entgegen”.

Der 2007 abgeschlossene Sieben-Mio.-Euro-“Lobo-Swap” weise eine nachteilige Risikoverteilung für Mödling Wohnen auf, hieß es in den Berichten der Magazine “profil” und “trend”. Das Finanzinstrument sei aus Sicht der Immobilienfirma für ihre Zwecke ungeeignet. Zudem werde der Bank wissentliche und arglistige Täuschung vorgeworfen. Geschäftsführer von Mödling Wohnen ist Ferdinand Rubel, zweiter Vizebürgermeister (ÖVP) und Finanzstadtrat der Gemeinde.

Die Klage ist nach Angaben der Landesbank am 30. April bei der Hypo NOE eingelangt. Man werde die Klage innerhalb der vierwöchigen Frist prüfen und beantworten, teilte das Unternehmen am Montag auf Anfrage mit. “Wir haben zu jedem Zeitpunkt korrekt gehandelt, das inkludiert auch die Einhaltung aller gesetzlichen Grundlagen und die sorgfältige Beratung des Kunden. Das Geschäft selbst wurde auch von einem externen Gutachter geprüft, der das korrekte Vorgehen der Bank bestätigt und auch bestätigt, dass der Swap als Zinsabsicherungsgeschäft geeignet war”, hieß es in einer Stellungnahme.

(APA)

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