Mobilitätspreis: Wien sucht Projekte für klimaverträgliche Mobilität

Der Straßenverkehr ist der größte Schadstoff-Emittent in der Stadt.
Der Straßenverkehr ist der größte Schadstoff-Emittent in der Stadt. - © pixabay.com/Paulina101
Vor allem seitens der Start-ups rechnet man heuer mit viel Interesse. Lob gibt es vom VCÖ-Experten für die Wiener Linien.

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) vergibt wieder seinen Mobilitätspreis. In Wien werden gemeinsam mit der Stadt und den ÖBB diesmal innovative Projekte für klimaverträgliche Mobilität und nachhaltigen Gütertransport gesucht, sagte Christian Gratzer vom VCÖ am Montag in einer Pressekonferenz mit Öffi-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). Vor allem von Start-ups rechnet man heuer mit viel Interesse.

“Der Verkehr ist in Wien der größte Emittent von CO2”, erklärte Gratzer. 43 Prozent der Treibhausgasemissionen kommen aus diesem Bereich. Viele Jahre lang waren Gebäude beziehungsweise die Raumwärme der größte Schadstoffverursacher, seit 1990 konnten sie in diesem Bereich allerdings um die Hälfte reduziert werden. Wobei auch die Belastung durch den Verkehr nach einem Höhepunkt im Jahr 2005 inzwischen wieder etwas zurückgegangen sei, hieß es.

Mobilitätspreis: Lob für Wiener Verkehrspolitik

“Wir erwarten heuer zahlreiche Einreichungen von Start-ups”, meinte Gratzer. Denn mithilfe der Digitalisierung gebe es im Bereich von Verkehrslösungen ganz neue Möglichkeiten – etwa die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel, die dann am Smartphone einfach und individuell abrufbar sind. Einreichen können aber auch Unis, Fachhochschulen, Bezirke oder Schulen. Die Frist läuft bis 9. Juni.

Gratzer lobte in dem Zusammenhang auch die Verkehrspolitik der Stadt beziehungsweise die Wiener Linien. Letztere würden es pro Jahr auf 4,1 Milliarden Personen-Kilometer bringen – das entspreche einem täglichen Weg von 284 Erdumrundungen. “Wenn das alles mit dem Auto gefahren würde, wären das um 710.000 Tonnen CO2 pro Jahr mehr”, rechnete der VCÖ-Fachmann vor.

Stadträtin Sima bekräftige das Ziel der Stadtregierung, dass 2025 80 Prozent aller Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden sollen. “Heute sind wir bei 73 Prozent”, der U2/U5-Ausbau geschehe auch mit der Absicht, dieses Niveau weiter zu heben. Die ÖBB zeigten sich heute ebenfalls stolz auf das eigene Tun. Peter Ullrich von der ÖBB-Infrastruktur strich etwa die Attraktivierung der Verbindungsbahn zwischen Hütteldorf und Meidling inklusive zwei neuen Stationen und geplanten Taktverdichtungen bis 2025 heraus.

(APA, Red.)

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