Mobilität – Visionen von Morgen

Mobilität – Visionen von Morgen
© Volkswagen AG
Der letzte Artikel wurde mit der Frage geschlossen, ob der Autobedarf von Morgen von den klassischen Autoherstellern gedeckt werden kann oder ob ihnen innovative Unternehmen der Neuzeit – ala Tesla und Google – den Rang ablaufen werden.

Wie wir allerdings bereits geschrieben haben, sind nur rund 40% aller Wiener Stadtbewohner überhaupt im Besitz eines Autos. Da kommt eigentlich die Frage auf, wie es mit den anderen 60% der Wiener aussieht. Keine Sorge, auch damit werden wir uns in den nächsten Artikeln beschäftigen, aber jetzt erst einmal ein Schritt nach dem anderen.

Angenommen man ist in der Situation, ein neues Auto kaufen zu wollen, oder noch schlimmer, eines kaufen zu müssen, weil man darauf angewiesen ist, und womöglich das alte Fahrzeug gerade das Zeitliche gesegnet hat (sei es durch Unfall oder aufgrund technischer Defekte mit unverhältnismäßig hohen Reparaturkosten). In diesem Moment stellt man sich unweigerlich die Frage, welches Fahrzeug man sich kaufen soll. Waren früher „einfache“ Eigenschaften wie die Größe, die Anzahl der Sitzplätze, der Verbrauch und der Preis ausschlaggebend für die Neuanschaffung, so sehen wir uns heute ganz anderen Überlegungen gegenübergestellt. Bis vor kurzem war die Hauptentscheidung noch vom Verbrauch abhängig, weshalb die Mehrheit der Österreicher zu einem Automobil mit Dieselmotor griff. Im Jahr 2015 waren diese immerhin 58.3% aller Neuwagenkäufe und somit in Summe 179.822 Neuzulassungen*. Die Vorteile waren Ersparnisse beim Tanken, da der Diesel durch Subventionen seitens des Staates steuerlich begünstigt ist und man aufgrund des geringeren Verbrauches auch erheblich bei der Aufnahme von Kraftstoff sparen konnte. So wurde der Diesel die letzten Jahre, um nicht zu sagen mindestens 2 Jahrzehnte, hoch gepriesen, allerdings nur bis zum so genannten „Diesel-Gate“. Seit bewiesen wurde, dass beim NOX Ausstoß der Dieselautos getrickst wurde, ist es jedoch fraglich, wie die Zukunft des Automobils mit einem Dieselaggregat aussehen wird. Vor allem da diese Problematik bei jenem Konzern aufgedeckt wurde, dessen Marktanteil im Jahr 2015 in Österreich 34,4% (Summer aller Automarken innerhalb des Konzerns) aller neu verkauften Fahrzeuge betrug. Da aktuell noch nicht bekannt ist, was dies langfristig für Dieselautos bedeuten wird, gibt es immer mehr Menschen, die beim Neukauf schwer ins Grübeln kommen.

Anmerkung: Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels war noch nicht eindeutig geklärt, ob nicht auch andere Hersteller beim Ausstoß der Schadstoffe getrickst haben. Verdachtsmomente gab es bereits mehrere, bewiesen konnte jedoch noch nichts werden.

Im Hinblick darauf stellt sich die Frage, ob es wirklich noch zeitgemäß ist, ein Dieselfahrzeug anzuschaffen? Zieht man den Verbrauch in Betracht, so ist ein Benziner für viele Interessenten nicht die optimal Lösung, obwohl diese in den letzten Jahren aufgrund von Downsizing wesentlich weniger Kraftstoff verbrauchen. Da wir jedoch Visionen in Richtung e-Mobilitiy betrachten wollen, wäre es eher ratsam sich eingehend mit alternativen Autoherstellern wie z.B. Tesla zu beschäftigen. Von Tesla wurden im Jahr 2015 immerhin 492 Stück in Österreich zugelassen, wobei dies lediglich 0,2% Marktanteil bedeutet. Jedoch ist dieser Prozentsatz höher als bei Lamborghini und nur knapp weniger als bei Porsche. „Tesla“ – ein Begriff, ein Wort, eine Philosophie, eine Vision? Auf jeden Fall eine Bezeichnung die man mittlerweile fast täglich in den Medien liest. Ein Name, bei dem mittlerweile die alt eingesessenen Hersteller den Kopf einziehen, da sie nicht wissen ob sie ihn schätzen oder fürchten sollen.

Deswegen werden wir uns im nächsten Artikel ausführlich mit dem Thema Tesla und der Tesla Gigafactory beschäftigen.

Quelle: statistik.at

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