Mitsubishi: Alternativer SUV-Star

Mitsubishi: Alternativer SUV-Star
© Mitsubishi
Die Großserien-Elektro-Ära bei Mitsubishi hat einer eingeläutet, dessen Namen für europäische Ohren eher gegenteilige Assoziationen auslöst: der i-MiEV.

Das ist jedoch lediglich die Abkürzung für “Mitsubishi innovative Electric Vehicle”. Das kleine “i” zeichnet ihn als Elektriker aus, ein Kürzel, das auch bei einem anderen Hersteller als Hinweis auf Strom-Charakter Verwendung gefunden hat.Der für Batterie-Betrieb entwickelte Kleinstwagen ist seit 2010 auf dem Markt, ihm folgten mit dem Peugot i-On und dem C-Zéro aus dem PSA-Konzern zwei Drillingsbrüder.

Nach dem A0-Segment machte sich Mitsubishi in der SUV-Klasse elektrisch, mit dem Outlander in dritter, neu entwickelter Generation. Der Crossover wurde 2014 mit Plug-In-Hybrid-Antrieb elektrifiziert. Eine Besonderheit des PHEV hat mittlerweile Schule gemacht: elektrisch generierter Allrad. Der ergibt sich aus dem Antriebssystem, das aus einem Vierzylinder-Benzinaggregat mit 118 PS und zwei E-Motoren mit jeweils 82 PS besteht. Einer davon ist, gemeinsam mit dem Verbrenner, für den Vortrieb an der Vorderachse zuständig. Der zweite sitzt an der Hinterachse und treibt je nach Fahrmodus auch diese an. Die elektrische Reichweite wird mit 52 Kilometern angegeben. Den Normmixverbrauch beziffert Mitsubishi aktuell mit 1,8 Litern auf hundert Kilometern. Daraus resultiert eine theoretische Gesamtreichtweite von rund 800 Kilometern. Dass das kein Phantasiewert ist wollte der Österreich-Importeur im Sommer praktisch beweisen lassen. Im Rahmen einer Treibstoffspar-Wettbewerbsfahrt wurden hybride Outlander über eine Hundert-Kilometer-Runde mit gemischtem Straßenprogramm geschickt, allerdings ohne Zeitlimit. Die Resultate ergaben respektable Werte zwischen 3,25 und 3,55 Liter – bei einigermaßen realistischer Fahrweise, denn dem erzielten Spitzenergebnis von 1,71 Liter lag eine veritable Schleichfart zugrunde.

Elektrisierende Zukunftsaussichten

Für die weitere Zukunft setzt Mitsubishi auf eine Verfeinerung der Elektrisierung. Nach den Studien “Concept XR PHEV II” (Genf 2015 ) und „eX Concept“ (Tokyo 2015) stellten die Japaner auf dem Autosalon Paris 2016 ein neues Konzept-Fahrzeug in den Mittelpunkt der Neuheiten-Präsentation. Der GT-PHEV ist, trendgemäß, als SUV-Coupé angelegt. Es ist im Hinblick auf elektrische beziehungsweise elektrifizierte Antriebssysteme konzipiert. Das neue Motorisierungs Layout besteht aus einem 2,5-Liter-Benziner, der je nach Fahrmodus auch als Generator für die Energieversorgung gleich dreier E-Maschinen sorgt. Eine ist für den Vorderachs-, zwei sind für den Hinterachsantrieb zuständig. Die Kapazität der Batterie-Einheit beträgt 25 kW/h. Damit soll eine elektrische Reichweite von 120 Kilometern ermöglicht werden. Für die neu konzipierte Kooperation zwischen Benzin- und Elektroantrieb haben die Techniker die Möglichkeit errechnet, insgesamt 1.200 Kilometer weit zu kommen – mit vollen Akku- und Treibstofftankfüllungen. Permanent in Aktion ist dabei der automatisch agierende Allradantrieb. Kraftvollen Antritt versprechen die E-Aggregate: 122 PS an der Vorderachse, zwei Mal 61 PS an der Hinterachse. Für die Systemleistung hat Mitsubishi noch keine Angaben gegeben. Auch noch nicht für den Serienstart.

(KECKEIS)

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