Mission Impossible: So könnte Österreich doch noch zur WM fahren

Nach den schwachen Auftritten gegen Wales und Georgien ist Österreichs WM-Chance praktisch dahin. Um es doch noch ins Playoff zu schaffen, müssten mehrere Komponenten zusammenspielen.

In der Theorie hat Österreichs Nationalteam noch Chancen auf eine WM-Teilnahme. In der Realität ist ein Startplatz für die Endrunde 2018 in Russland allerdings extrem unrealistisch. Um doch noch dabei zu sein, müssten viele Komponenten zusammenspielen.

Österreich liegt in Gruppe D als Tabellenvierter zwei Runden vor Schluss neun Punkte hinter Spitzenreiter Serbien. Das bedeutet, dass Rang eins, der einen automatischen WM-Startplatz bedeutet, nicht mehr zu holen ist. Rechnerisch noch in Griffweite ist der zweite Platz, den im Moment Wales mit fünf Zählern Vorsprung auf die ÖFB-Auswahl und einem Polster von einem Punkt auf den Dritten Irland hält.

Rechenspiele: So käme Österreich doch noch auf Rang zwei

Für Endrang zwei müsste Österreich die letzten Quali-Spiele am 6. Oktober in Wien gegen Serbien und am 9. Oktober in Chisinau gegen Moldawien auf jeden Fall gewinnen. Gleichzeitig sind ein Punkteverlust von Irland daheim gegen Moldau und eine Auswärtsniederlage von Wales gegen Georgien vonnöten. Dann müsste auch noch das Duell zwischen Wales und Irland unentschieden enden.

Sollte dieses unwahrscheinliche Szenario tatsächlich eintreten, würde es auf die Tordifferenz ankommen. Österreich hält derzeit bei null, Irland bei plus drei und Wales bei plus sieben. Und selbst wenn David Alaba und Co. auch diese Wertung für sich entscheiden sollten, würde es wohl darauf hinauslaufen, dass man als schlechtester aller neun Gruppenzweiten das Playoff verpasst.

Daher steigt für die Nationalmannschaft in zwei Monaten wohl keine finale WM-Ausscheidung, sondern am 14. November ein Testspiel in Wien. Unmittelbar davor ist ein mehrtägiges Trainingslager in Südeuropa geplant. Dieser Lehrgang dürfte schon vom neuen Teamchef geleitet werden, sollte es wie erwartet demnächst zur Trennung von Marcel Koller kommen.

Willi Ruttensteiner als Interimstrainer?

Für die Oktober-Partien scheint wie schon in der Vergangenheit eine Lösung mit ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner als Interimscoach möglich, zumal der Kader für diese Matches schon in rund drei Wochen nominiert werden muss. Außerdem wären ein Duell mit dem euphorisierten Tabellenführer Serbien, der im Happel-Stadion vor einer zu erwartenden Fan-Mehrheit das WM-Ticket lösen könnte, und ein undankbares Auswärtsmatch in Chisinau für den langfristigen Koller-Nachfolger wohl nicht gerade der angenehmste Auftakt.

Wer auch immer das Team im kommenden Jahr betreuen wird, muss sich gedulden, bis es so richtig ernst wird. Im Frühjahr gibt es lediglich je zwei Testspiele Ende März und Ende Mai/Anfang Juni. Von September bis November 2018 steigt die Gruppenphase der neu geschaffenen Nations League, deren Ergebnisse maßgeblich für die Topfeinteilung der EM-Qualifikation sind. Die Ausscheidung für die paneuropäische EURO 2020 beginnt erst im März 2019.

(APA, Red.)

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