Minister auf Rad siegte vor Auto und Bim

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Ein Wettbewerb der besonderen Art ist heute, Mittwoch, in Wien über die Bühne gegangen: Das Rennen sollte zeigen, welches Verkehrsmittel die schnellste Fortbewegung in der Stadt ermöglicht.

Das Ergebnis: Umweltminister Josef Pröll (V) siegte auf seinem Fahrrad knapp vor Rallye-Fahrer Raphael Sperrer, der mit dem Auto unterwegs war. City-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (V) fuhr mit der Straßenbahn – und wurde prompt letzte.

Gedacht war die Aktion als Werbebotschaft für das am Wochenende in Wien stattfindende Bike-Festival. Laut Pröll ist Radfahren in der Stadt eindeutig wettbewerbsfähig, was sich auch beim Rennen gezeigt habe. Der Minister hatte die Strecke vom Amtsgebäude am Stubenring bis zum Cafe Landtmann am schnellsten bewältigt.

„Kein anderes Verkehrsmittel kann eine so gute Antwort auf steigende Energiepreise geben“, betonte Pröll, der auch auf den gesundheitlichen Aspekt der Fortbewegung mit dem Rad verwies. Der Umweltminister kündigte einen Masterplan in Sachen Radfahren an, der spätestens im Herbst präsentiert werden soll. Dieser soll dazu beitragen, den Rad-Anteil im gesamten Verkehrsaufkommen zu steigern.

Bezirkschefin Ursula Stenzel übte zunächst Kritik an dem Verkehrsmittel ihrer Wahl: Sie habe sechs Minuten auf die Straßenbahn warten müssen. Dies sei zu viel. „Die Intervalle könnten kürzer sein“, befand Stenzel.

Weiters präsentierte sie eine Studie, wonach die Autofahrer in der Innenstadt mehrheitlich gegen das (erlaubte, Anm.) Radfahren gegen Einbahn sind. Was aber nicht bedeute, dass sie diese Möglichkeit einschränken wolle, wie sie hinzufügte. Laut Evelyne Doppel vom Radverein ARGUS ist dies auch nicht notwendig: Denn laut Statistik gebe es keine Unfälle durch Radler, die gegen die Fahrtrichtung unterwegs seien.

Rallye-Pilot Raphael Sperrer – der sich beim heutigen Rennen an die Straßenverkehrsordnung halten musste – sprach sich für einen „guten Mix“ zwischen den diverse Verkehrsmitteln aus. Er fahre zwar 2.000 Kilometer im Jahr mit dem Rennrad, in der Früh sei er aber mit dem Auto aus Oberösterreich angereist. Mit dem Rad, so gab er zu bedenken, wäre dies schwierig gewesen.

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