Mindestens 16 Tote bei Selbstmordattacken in Nigeria

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Bei einem Doppel-Selbstmordanschlag in der Nähe eines Flüchtlingslagers im Nordosten Nigerias sind am Sonntag mindestens 16 Menschen mit in den Tod gerissen worden. Nach übereinstimmenden Angaben vom Montag zündeten zwei Frauen ihre Sprengstoffgürtel am Sonntagabend im Dorf Kofa bei Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno.

In dem Dorf befinden sich zwei Lager, in denen zehntausende Vertriebene des Konflikts mit der Islamistengruppe Boko Haram leben.

Im Camp Dalori 1 leben etwa 35.000 Vertriebene, im Camp Dalori 2 rund 10.000 weitere. In Dalori 2 sprengten sich am Sonntagabend ebenfalls zwei Frauen in die Luft. Außer den Attentäterinnen sei dabei jedoch niemand getötet worden, sagte ein Sprecher der Nationalen Notfallbehörde (Nema), Abdulkadir Ibrahim, der auch die Angaben zu den 16 Opfern machte. Laut seiner Mitteilung gab es bei den Anschlägen auch Verletzte, eine Zahl nannte er aber nicht.

Ebenfalls am Sonntagabend wurden bei einem Angriff von Boko-Haram-Kämpfern in einem Dorf im Osten des Bundesstaates Borno mindestens fünf Menschen getötet. Die Angreifer hätten “blind” das Feuer eröffnet, sagte ein Mitglied einer Bürgerwehr, Bitrus Haruna. Das angegriffene Dorf Gumsuri liegt rund 20 Kilometer von Chibok entfernt, wo Boko-Haram-Mitglieder im April 2014 mehr als 270 Schülerinnen entführt hatten.

Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20.000 Menschen getötet und 2,6 Millionen in die Flucht getrieben.

(APA/ag.)

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