Millionenschaden bei Großbrand in Sägewerk im Pinzgau

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Millionenschaden bei Großbrand in Sägewerk im Pinzgau
Bruck an der Glocknerstraße – In Bruck an der Glocknerstraße im Salzburger Pinzgau hat ein Großbrand in einem Sägewerk am Sonntag in der Früh vermutlich Millionenschaden angerichtet.

228 Feuerwehrleuten gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Reihenhaus-Siedlung zu verhindern, eine Halle samt technischer Anlagen und ein Sägespänesilo wurden aber vollkommen zerstört, so Abschnittsfeuerwehrkommandant Franz Eder.

Das Feuer im Sägewerk Hermann & Müller war gegen 5 Uhr bemerkt worden. Es dürfte vermutlich im Eck der etwa 35 mal 20 Meter großen Halle, dort wo sich der rund 15 bis 18 Meter hohe Silo befand, ausgebrochen sein. Da sich das Werk in Wohnumgebung befindet, wurde sofort Alarmstufe 3 gegeben, 228 Feuerwehrleute aus acht Gemeinden rückten mit insgesamt 31 Fahrzeugen zur Bekämpfung aus, so Eder.

Zunächst versuchten die Helfer vor allem, an der Ostseite der Halle zu löschen und mit Wasser zu kühlen, um ein Übergreifen des Brandes auf die rund 30 Reihenhäuser zu verhindern. “Eine Brandmauer, die hier errichtet wurde, hat sich auf jeden Fall bewährt”, so der Kommandant. Außerdem sei man auch durch die Windstille begünstigt worden, die Häuser mussten nicht evakuiert werden.

Danach trugen Bagger den größten Teil des Silos ab. An der Halle wurde zunächst das Dach entfernt, später musste aber auch der Großteil der Halle abgetragen werden. “Hobelwerk und Silo sind ein Totalschaden, wir gehen nach Rücksprache mit dem Landeskriminalamt von einem Schaden von über einer Million Euro aus”, sagte Eder.

Am Vormittag konnte die Feuerwehr die Mannschaftsstärke etwas reduzieren, laut Feuerwehr-Chef werden die Löscharbeiten aber sicher noch bis zum Abend dauern. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Bereits in der Früh sind Brand-Sachverständige und Ermittler des Landeskriminalamtes Salzburg am Brandort eingetroffen. Da der Entstehungsbereich auf jenes Eck der Halle, wo sich der Silo befand, eingeschränkt werden konnte, ordneten sie an, dass dieser Bereich des Gebäudes vorerst nicht entfernt werden darf. Die Ursache für das Feuer selbst war aber noch nicht bekannt.

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