Schmuckräuber nach Attacke auf Pariser Ritz-Hotel gesucht

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Der Raubüberfall sorgte für Aufsehen
Der Raubüberfall sorgte für Aufsehen - © APA (AFP)
Nach einem bewaffneten Raubüberfall auf das Pariser Luxus-Hotel Ritz mit millionenschwerer Beute hat die Polizei intensiv nach zwei flüchtigen Tatverdächtigen gesucht. Drei Verdächtige wurden hingegen rasch festgenommen und kamen in Polizeigewahrsam, wie Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur in Paris bestätigten.

Die Bande erbeutete am Mittwochabend laut Medien Schmuck und Uhren mit einem vermuteten Wert von mindestens vier Millionen Euro. Die Beute fanden Polizisten später in einer Tasche wieder – wie am Donnerstagabend aus informierten Kreisen bekannt wurde, befanden sich darin alle entwendeten Schmuckstücke.

Angaben zur Beute und deren Wert waren von den Justizkreisen am Donnerstag nicht zu bekommen, auch nicht zur wiedergefundenen Beute. Die Staatsanwaltschaft Paris nahm Ermittlungen auf.

Die vermummten Täter drangen über einen Hintereingang in den Hotelpalast am vornehmen Place Vendome im Herzen der Stadt ein. Mit Äxten schlugen sie Schmuckvitrinen in der Hotelhalle ein, wie Medien berichteten.

Als die drei Täter aus dem Hotel flüchten wollten, war der Hintereingang verriegelt – die Männer warfen deshalb zwei außerhalb des Gebäudes wartenden Komplizen Säcke mit der Beute zu. Ein Fluchtauto wurde später verbrannt im Umland der französischen Hauptstadt gefunden. Die drei Festgenommenen im Alter um die 30 Jahre stammten aus der Region und seien der Polizei bereits einschlägig bekannt, berichteten der Radionachrichtensender Franceinfo und andere Medien.

In der Nachbarschaft des Ritz-Hotels befinden sich mehrere Luxus- und Juweliergeschäfte und auch das französische Justizministerium. In der Gegend kam es bereits mehrfach zu spektakulären Überfällen, so war die die Filiale des Edel-Juweliers Chopard im März 2016 Ziel eines Angriffs.

Der Schmuckraub weckte in Paris auch Erinnerungen an den Einbruch beim amerikanischen Reality-TV-Star Kim Kardashian im Oktober 2016. Die Ehefrau von Rapper Kanye West war in einer gemieteten Luxusresidenz überfallen worden, Täter bedrohten sie und erbeuteten Schmuck im Wert von etwa neun Millionen Euro. Ermittler nahmen danach 17 Menschen fest.

Das Ritz hat eine lange Tradition: Die Modedesignerin Coco Chanel und der US-Schriftsteller Ernest Hemingway gehören in die lange Reihe berühmter Gäste.

Die Luxusherberge war im August 1997 der letzte Aufenthaltsort der britischen Prinzessin Diana und ihres Freundes Dodi Al-Fayed – beide starben nach einem Autounfall in einem Straßentunnel unweit der Seine. Eigentümer des vor wenigen Jahren teuer umgebauten Hotels ist der Milliardär Mohammed Al-Fayed. Der Mindestpreis für ein Zimmer liegt laut Internetseite bei etwa 1.000 Euro.

(APA/dpa)

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