Midnight Sun – Trailer und Kritik zum Film

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Midnight Sun – Trailer und Kritik zum Film
Ein Bursche und ein schmachtendes Mädchen auf einem Boot – schon das dazugehörige Plakat lässt “Midnight Sun” wirken wie einen Nicholas-Sparks-Film für Teenager; und der Schein trügt nicht. Das Remake eines gleichnamigen japanischen Streifens ist eine kitschige Geschichte um zwei Verliebte, die mit einer seltenen Krankheit konfrontiert sind. Ab 22. März läuft der Film in den Kinos.

Cinderella musste ihren Prinzen in der Nacht verlassen, bei der 17-jährigen Katie (Bella Thorne) ist es genau andersherum. Sie leidet an der tödlich verlaufenden Krankheit Xeroderma pigmentosum, kurz XP, die Sonnenlicht für die Betroffenen zur Gefahr werden lässt. Deshalb bleibt sie tagsüber, oft gemeinsam mit ihrer schnippischen Freundin Morgan (Quinn Shephard), in ihrem mit speziellen Fenstern versehenen Zimmer. Nachts hingegen kann sie das Haus, in dem sie mit ihrem besorgten Vater (Rob Riggle) wohnt, verlassen, spielt am Bahnhof Gitarre und singt. Dem gleichaltrigen Schwimmer Charlie (Arnolds Sohn Patrick Schwarzenegger in seiner ersten Kinohauptrolle) schwärmt sie jeden Tag von ihrem Fenster aus hinterher.

Midnight Sun – Die Handlung

So kommt es dann, wie es kommen muss: Die beiden treffen sich und finden einander – nachdem die anfängliche Schüchternheit überwunden ist – sympathisch und beginnen eine Beziehung. Da sie nicht darauf reduziert werden möchte, erzählt Katie ihrem Freund zunächst nichts von ihrer Krankheit und trifft ihn nur nachts. Charlie erfährt erst davon, als beide bis kurz nach Sonnenaufgang auf Achse bleiben.

In der ersten Filmhälfte entfaltet sich eine harmlose Liebesgeschichte, die keine Klischees auslässt; sei es eine Teenagerin, die seit ihrer Kindheit in denselben Burschen verliebt ist, ein intelligenter und einfühlsamer Sportler, der sich in ein schüchternes Mädchen verschaut oder eine nicht auf den Mund gefallene beste Freundin. Es gibt sowohl den obligatorischen Fast-Kuss, als auch romantische Szenen im nächtlichen Meer.

Midnight Sun – Die Kritik

Während man sich noch wundert, wie ähnlich Nachwuchsschauspieler Patrick Schwarzenegger seinem Vater sieht, nimmt die Geschichte eine traurige Wendung. Dabei lässt es sich der Film nicht nehmen, einen bittersüßen Moment auf den nächsten folgen zu lassen und so auf die Tränendrüsen der Zuseher zu drücken – und das nicht erfolglos. Auf so viel Pathos hätte man getrost verzichten können.

Den Erfolg von Filmen mit ähnlicher Thematik – etwa der zauberhafte “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” aus 2014 – wird “Midnight Sun” wohl nicht nachahmen können. Zu aufpoliert wirkt das Gesamtprodukt von Regisseur Scott Speer. Für nicht zu anspruchsvolle Mitglieder der jungen Zielgruppe könnte der Film dennoch für ein kurzweiliges Kinoerlebnis sorgen; und im besten Falle auch mehr Aufmerksamkeit auf eine seltene, wenig bekannte Krankheit lenken.

>> Alle Filmstartzeiten zu “Midnight Sun”

(APA)

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