#MeToo: Österreichs Filmbranche richtet Ombudsstelle für Betroffene ein

Ruzowitzky hat die Einrichtung der Ombudsstelle angeregt.
Ruzowitzky hat die Einrichtung der Ombudsstelle angeregt. - © APA/HERBERT PFARRHOFER
Österreichs Filmbranche wird in Bezug auf die Diskussion um Missbrauch und sexuelle Diskriminierung, die sich unter dem Hashtag #MeToo sammelt aktiv. Es wird eine eigene Vertrauensstelle für Betroffene eingerichtet.

Auf seine Anregung hat die Akademie des Österreichischen Films eine eigene Vertrauensstelle für Betroffene eingerichtet, kündigte Präsident Stefan Ruzowitzky am Mittwoch, den 6. Dezember, bei einem Pressetermin an. “Bei uns gibt es berufsbedingt Nacktheit und körperliche Nähe – und das ist ein guter Nährboden für Missverständnisse respektive Missbrauch”, umriss der Regisseur die Motivation für den Schritt. Man orientiere sich mit der Ombudsstelle an der Gleichbehandlungsanwaltschaft. “Bei der Vertrauensstelle handelt es sich nicht um ein Diskussionsforum, sondern um ein Gesprächsangebot zu konkreten und aktuellen Fällen”, so Ruzowitzky. Dafür wurden drei Ansprechpartner aus der Filmbranche benannt, die für die Kontaktaufnahme direkt zur Verfügung stehen.

Konstruktion der Vertrauensstelle wird nach einem Jahr evaluiert

Das Trio wird gebildet aus der Co-Präsidentin der Akademie, der Schauspielerin Ursula Strauss, dem Vorstandsmitglied Birgit Hutter und Schauspieler Karl Markovics. Es gehe um unbürokratische Hilfe und eine Art von brancheninterne Mediation, hieß es. Man könne und wolle nicht Anwälte und Polizei ersetzen. Nach einem Jahr soll die Konstruktion der Vertrauensstelle evaluiert werden.

APA/Red.

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