Messerattacke in Mariahilf: Verdächtiger zeigt sich geständig

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Der Verdächtige äußerte sich in der Einvernahme zur Tat.
Der Verdächtige äußerte sich in der Einvernahme zur Tat. - © APA (Symbolbild)
Jener 33-Jährige, der Montagabend im Streit zwei Männer niedergestochen hatte, zeigte sich in der Einvernahme der Polizei gegenüber geständig. Er habe aus Angst zugestochen.

Nachdem ein 33-Jähriger am Montagabend bei einem Streit in Wien zwei 38-Jährige mit einem Messer verletzt hatte, ist der Verdächtige in seiner Einvernahme geständig gewesen. Er gab an, aus Angst das Messer gezogen und zugestochen zu haben, schilderte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Mittwoch. Der Mann wurde in Untersuchungshaft genommen. Das Opfer war am Mittwoch außer Lebensgefahr.

Eigenen Angaben zufolge waren alle an der Auseinandersetzung beteiligten Personen alkoholisiert. Sowohl die späteren Opfer als auch die Verdächtigen verbrachten den Tag im Esterhazypark in Mariahilf und konsumierten Alkohol. Der 33-Jährige war mit seiner 30-jährigen Freundin unterwegs. Diese war auch nach Aussagen von Zeugen nicht direkt am Streit beteiligt. Sie wurde wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt und auf freien Fuß gesetzt.

Einvernahme: Verdächtiger bereut die Tat

Der Streit war am Montag gegen 22:00 Uhr bei einer Bushaltestelle in der Kaunitzgasse ums Eck vom Apollo-Kino eskaliert. Warum die Männer aneinandergerieten, konnte gegenüber der Polizei niemand angeben. Der verdächtige Österreicher gab an, dass es eben bei der Bushaltestelle zum Streit und in weiterer Folge zu einem Handgemenge kam. Er wies seine Freundin an, auf Abstand zu gehen und zog sein Messer. “Er weiß nicht mehr, auf wen und wie oft er zugestochen hat”, schilderte Maierhofer. Anschließend flüchtete der 33-Jährige mit seiner Freundin, die Messerscheide ließ er am Tatort zurück. Die Tatwaffe selbst wurde noch nicht sichergestellt, der Verdächtige gab an, sie auf der Flucht unter ein Auto geworfen zu haben.

Das Paar wurde kurze Zeit nach der Tat auf der Linken Wienzeile festgenommen. “Bei seiner Einvernahme sagte der Verdächtige, dass er die Tat bereut und es ihm leidtut”, sagte Maierhofer. Eines der Opfer, ein Kroate, wurde lebensgefährlich an der Lunge verletzt und musste operiert werden. Am Mittwoch war er außer Lebensgefahr und ansprechbar. Bei einer kurzen Befragung gab er gegenüber der Polizei an, dass er in der Bushaltestation gewartet hatte, um nach Hause zu fahren. Wie es zum Streit kam, blieb unklar. Als nächstes könne er sich nur daran erinnern, die Stiche gespürt zu haben. Das zweite Opfer, ein Serbe, erlitt Verletzungen an der Schulter.

(APA, Red.)

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