1. August 2012 15:24; Akt.: 1.08.2012 15:24

Merida – Legende der Highlands 3D – Trailer und Kritik zum Film

Merida – Legende der Highlands 3D – Trailer und Kritik zum Film
Selbstbewusst, aufmüpfig und mit einer roten Lockenpracht gesegnet, die im Kino ihresgleichen sucht: “Merida” nennt sich die erste weibliche Hauptfigur im Universum des erfolgreichen Animationsstudios Pixar, das sich mit Filmen wie “Toy Story”, “Findet Nemo” und “Wall-E” eine große Fangemeinde und mit Disney einen mächtigen Mutterkonzern erobert hat.

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Der 13. Streich des Studios spielt in den schottischen Highlands, wo die mutige junge Bogenschützin Merida andere Pläne für ihre Zukunft hat als ihre Mutter, die Königin. Der sympathische Fantasyabenteuerfilm läuft ab Donnerstag im Kino.

Um die schottischen Clans ruhig und das Königreich zusammenzuhalten, soll Merida nach dem Willen ihrer Mutter einen der Clan-Söhne heiraten. Doch das passt der eigenwilligen Tochter gar nicht: Bei den “Highland Games” düpiert sie die Söhne der drei Lords, indem sie selbst um ihre eigene Hand – und damit ihre Unabhängigkeit – schießt und gewinnt. Die kommende Fehde ist vorhersehbar, sowohl zwischen den Clans und dem König als auch zwischen Merida und ihrer Mutter. Nach einem großen Streit reitet sie in den Wald und setzt mit einem magischen Fluch sowohl ihre Familie als auch das Königreich aufs Spiel.

“Merida” – Rebellische Prinzessin in schottischem Pixar-Märchen

Dass bei der “Legende der Highlands”, wie der Zusatztitel lautet, die weiblichen Charaktere im Vordergrund stehen, wird nicht nur in der Story deutlich: Sowohl Merida als auch die Königin sind sehr penibel gearbeitet und als vielschichtige Charaktere gezeichnet, während die männlichen Figuren zur Gänze holzschnittartig und wie Karikaturen bleiben. Und auch wenn – wie meistens bei Pixar – die Moral und die Familie nicht zu kurz kommen dürfen, steht trotz so mancher vordergründiger Action und Magie vor allem der zärtliche Mutter-Tochter-Konflikt bis hin zur rührenden Versöhnung im Mittelpunkt.

Eine wichtige Rolle spielen auch die Umgebung und die Sprache. Der schottische Dialekt macht im Original einen großen Teil des Charmes des Films aus, der Dudelsack und die Traditionen lassen einen immer wieder schmunzeln, und bei den Kamerafahrten über die Berge und Wälder stehen die animierten Bilder etwaigen realen Aufnahmen in nichts nach. Bei der Landschaft wurde in der Ausarbeitung nicht immer, aber doch in den meisten Belangen großer Wert auf Details gelegt: Da wiegen sich die Grashalme, da weht der Wind durch die Bäume, da spritzt das Wasser glasklar – und die gesamte raue Wildnis gibt es zudem in 3D.

“Merida” (Originaltitel: “Brave”) beruht auf einem mittelalterlichen schottischen Märchen und wurde von Mark Andrews und Brenda Chapman in einer geschlossenen und stringenten Fabelnarration ohne große Überraschungen und mit viel Futter aus der Sagenwelt nicht zuletzt für ein junges Publikum aufbereitet. Die Protagonistin wurde dabei scheinbar gut gewählt: Die ungestüme junge Frau, die lernen muss, ihre Wünsche mit Bedacht zu wählen – schließlich könnten sie ja in Erfüllung gehen -, hat bereits viele Fans und spielte allein in Nordamerika in den ersten Wochen mehr als 200 Mio. Dollar ein. Einige weitere Fans werden wohl folgen.

(APA)



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