Mehrere Verletzte nach Zimmerbrand in Favoriten: Bewohner in Panik

Akt.:
Bei dem Brand brach unter den Hausbewohnern kurz Panik aus.
Bei dem Brand brach unter den Hausbewohnern kurz Panik aus. - © APA/Sujet
In einem Mehrparteienhaus in der Rieplstraße im Sonnwendviertel brach in der Nach auf Mittwoch ein Brand aus. Der Wohnungsinhaber konnte sich gerade rechtzeitig retten. In Panik ließ er aber die Wohnungstüre offen, binnen weniger Minuten war das Stiegenhaus verraucht und der Fluchtweg für die anderen Bewohner des Hauses abgeschnitten.

Unter den Wohnparteien brach laut Feuerwehr Panik aus:

“Viele liefen in das verrauchte Stiegenhaus und ließen ebenfalls ihre Wohnungstüren offen, was dazu führte, dass Rauch in viele Wohnungen eindrang. Einige Bewohner riefen von den Fenstern aus um Hilfe,” schildert die Berufsfeuerwehr.

Feuerwehr evakuierte Hausbewohner in Favoriten

Der Brand wurde mit einer Löschleitung unter Atemschutz bekämpft. Parallel dazu wurden die Bewohner des Hauses zum Teil mit Fluchtfiltermasken ins Freie gebracht, einige mussten mit einer Drehleiter aus den oberen Stockwerken gerettet werden und wurden an die Berufsrettung Wien übergeben.

Insgesamt wurden 35 Personen aus dem Wohnhaus gerettet, vier mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht werden, der Rest wurde ambulant vom Katastrophenzug der Berufsrettung Wien versorgt. Bei den Leichtverletzten handelte es sich um einen sechsjährigen Buben, einen 20-jährigen Mann und zwei Frauen im Alter von 25 und 29 Jahren, sagte Andreas Huber, Sprecher der Wiener Berufsrettung.

Was tun bei Wohnungsbrand?

Das rät die Berufsfeuerwehr:

„Sollte es einmal in der eigenen Wohnung zu brennen beginnen, wenn möglich bei der Flucht alle Türen schließen, damit sich der Brandrauch nicht ausbreiten kann. Für die nicht in der Brandwohnung befindlichen Bewohner des Hauses gilt im Fall, dass das Stiegenhaus voll Rauch ist: Eingangstüren schließen und eventuell mit Tüchern abdichten. Fenster zur Straße oder in den Hof öffnen und auf sich aufmerksam machen“, appelliert Brandkommissär Lukas Schauer.

(Red./APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen