Mehr als 250 Festnahmen in Türkei angeordnet

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Türkei geht gnadenlos gegen Gülen-Bewegung vor
Türkei geht gnadenlos gegen Gülen-Bewegung vor - © APA(AFP/Symbolbild)
Im Zusammenhang mit dem Putschversuch vor mehr als einem Jahr haben die türkischen Behörden die Festnahme von mehr als 250 Verdächtigen angeordnet. Es handle sich dabei unter anderem um ehemalige Mitarbeiter des Bildungsministeriums in der Hauptstadt Ankara und um Verwaltungsmitarbeiter in Istanbul, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag.

Die türkische Führung macht die Gülen-Bewegung um den in den USA lebenden islamischen Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich. Allen nun zur Fahndung ausgeschriebenen Verdächtigen wird laut Anadolu vorgeworfen Verbindungen zur Gülen Bewegung zu haben und den Messenger-Dienst ByLock benutzt zu haben. Über diesen Dienst sollen Gülen-Anhänger unter anderem zur Vorbereitung des Putschversuchs kommuniziert haben. In der Metropole habe die Polizei bereits 35 Menschen in Gewahrsam genommen, hieß es.

54.400 Menschen sitzen in Untersuchungshaft

Nach neuesten offiziellen Angaben sitzen im Zusammenhang mit dem Putschversuch etwa 54.400 Menschen in Untersuchungshaft. Mehr als 100.000 wurden aus dem Staatsdienst entlassen oder suspendiert. Die Türkei befindet sich seit mehr als einem Jahr im Ausnahmezustand, in dem Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan per Notstandsdekret regieren kann.

(APA/dpa)

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