Mehr als 2.000 Festnahmen in der Türkei binnen einer Woche

In der Türkei sind in der vergangenen Woche nach Angaben des Innenministeriums mehr als 2.000 weitere Menschen unter dem Verdacht festgenommen worden, Kontakte zu Extremisten zu unterhalten. Knapp der Hälfte werde vorgeworfen, Verbindungen zur verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK zu haben, teilte das Ministerium am Montag mit.

Weitere knapp 1.000 Personen würden verdächtigt, Kontakt zur Organisation des in den USA lebenden Predigers Fetullah Gülen zu unterhalten. In ihm sehen die Behörden den Drahtzieher des Putschversuchs im vergangenen Jahr. 70 Personen seien wegen Verbindungen zur Islamisten-Miliz IS festgenommen werden, 28 weitere würden verdächtigt, zu “linksgerichteten Terrorgruppen” zu gehören, teilte das Ministerium mit.

Seit dem gescheiterten Staatsstreich im Juli vergangenen Jahres wurden in der Türkei mehr als 40.000 Menschen festgenommen. Mehr als 100.000 Beschäftigte in Militär, öffentlichem Dienst oder der Privatwirtschaft wurden entlassen oder beurlaubt.

(APA/ag.)

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