Medizinuni bekommt neuen Campus am Wiener Alsergrund

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Teile der Medizin-Universität in Wien ziehen um.
Teile der Medizin-Universität in Wien ziehen um. - © APA/Helmut Fohringer (Symbolbild)
Die Medizin-Universität Wien wird bis 2025 große Teile der Vorklinik ins ehemalige Wien-Energie-Gebäude im 9. Bezirk umsiedeln.

Die Medizin-Universität Wien zieht bis 2025 auf einer Nutzfläche von 35.000 Quadratmetern wesentliche Teile der Vorklinik auf einem neuen Campus in der Mariannengasse in Wien-Alsergrund zusammen. Noch im Herbst soll der Architekturwettbewerb für das rund 340 Millionen Euro schwere Projekt von Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Wissenschaftsministerium und Uni starten.

Die Universität bemüht sich bereits seit Jahren um eine Übersiedlung zentraler Teile der vorklinischen Fächer aus veralteten Gebäuden in ihrer Umgebung auf einen neuen Campus. Zu diesem Zweck wurde schon vor längerem das ehemalige Wien-Energie-Gelände in der Mariannengasse erworben. 284 Mio. Euro werden dort in Forschungs- und Lehrinfrastruktur sowie den Neubau der Vorklinik investiert. 55,5 Millionen in die Erstausstattung und Einrichtung.

Insgesamt 744 Wissenschafter vom Zentrum für Physiologie und Pharmakologie, vom Zentrum für Anatomie und Zellbiologie, vom Zentrum für Pathobiochemie und Genetik, vom Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik und dem Institut für Krebsforschung sollen bis spätestens zum Wintersemester 2025 von ihren bisherigen Arbeitsplätzen in der Währinger Straße, der Borschkegasse und der Schwarzspanierstraße auf den neuen Campus übersiedeln.

Medizinuni übersiedelt Teile auf neuen Campus

Für den Aufstieg zum “Innovation Leader” sei nachhaltiges Investieren in Forschung und Entwicklung nötig, betonte Wissenschaftsminister Harald Mahrer (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Dienstag. “Dafür braucht es aber auch die nötige Infrastruktur.” Der MedUni Campus Mariannengasse sei das derzeit größte Bauprojekt. “Damit setzen wir einen Meilenstein, um der medizinische Spitzencampus in Europa zu werden.” Der neue Standort bringe eine sinnvolle Konzentration und liege sowohl zentrumsnahe als auch nahe am klinischen Bereich am AKH.

Neben Hörsälen, Seminar- und Praktikumsräumen sowie einem “Skillslab” für die Studenten soll es auch eine neue, zentrale Forschungsinfrastruktur für Großgeräte geben. “Wir werden dort eine Lernumgebung haben, die einer modernen Uni entspricht”, so Rektor Markus Müller. So werde etwa Simulation eine wichtige Rolle spielen: “Bevor am Patienten gearbeitet wird, werden die Studierenden an Simulatoren ausgebildet.” So werde die Ausbildung sowohl schneller als auch interessanter gemacht.

BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss kündigte für den Bau innovative Ansätze wie Greenbuilding sowie neue Materialien und Technologien an. Im Sommer 2019 soll das Ergebnis des Wettbewerbs feststehen, Ende 2020 der Baubeginn erfolgen.

(APA, Red.)

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