Match & Meet am Pioneers Festival: Wie sich Startups vernetzen und Zukunft kreiert wird

Auch Roboter knüpfen Kontakte: KIKI begrüsst die Gäste am Pioneers Festival.
Auch Roboter knüpfen Kontakte: KIKI begrüsst die Gäste am Pioneers Festival. - © beigestellt
Das Pioneers Festival in der Wiener Hofburg brachte auch 2017 Technologie und Business zusammen, um gemeinsam Schritte in Richtung Zukunft zu gehen.

Neue Kontakte knüpfen und sich für Kooperationen zusammenfinden stand im Zentrum des Festivals. Für internationale wie lokale Startups ist das Pioneers Festival in Wien ein fett eingetragenes Datum im Jahreskalender. Doch warum ist das Festival wichtig für die Startup-Welt? An erster Stelle steht die vernetzende Funktion: Unzählige Startups, Investoren, Firmen und namhafte Vertreter aus der Tech- und Innovationszene treffen aufeinander.

Für Startups ist es also der Event um Investoren zu treffen und ihre Finanzierung zu sichern. Gleichzeitig stellt das Festival eine einmalige Gelegenheit dar, neue Kooperationen mit anderen Startups oder mit verschie-denen Firmen aufzugleisen sowie sich einem breiten Fachpublikum vorzustellen. Folglich dreht sich für die Startups an den zwei Tagen alles um die richtigen „Matches“, also darum, die pas-senden Partner zu finden.

Welche Matches sind aber die vielversprechendsten? Die Antwort liegt in der Vielfalt und den daraus möglichen Neukombinationen. Das heißt, Matches ergeben sich oft auch aus dem Aufeinandertreffen von unerwarteten und auf den ersten Blick nicht verwandten Bereichen. Daher sind viele Startups am Pioneers auf der Suche nach neuen Partnern oder Anwendungszwecken, die sie bisher noch nicht im Blick hatten, bei denen ihre Technologie aber eine Problemlösung darstellt. Inspiration oder „creative brainstorming“, wie die Teilnehmenden des Festivals immer wieder betonen, sind somit zentrale Funktionen des Netzwerkens am Pioneers.

Pioneers Festival in der Wiener Hofburg

Die Relevanz der Vielfalt hat auch das Pioneers Festival erkannt und es gelang den Organisatoren, diese auf allen Ebenen widerzuspiegeln. Bereits auf der Ebene der Location zeichnet sie sich ab: Während die geschichtsträchtigen Räumlichkeiten der Hofburg beeindruckend die Vergangenheit aufleben lassen, wirken all die Roboter, Virtual Reality-Brillen und selbstfahrenden Autos wie Boten der Zukunft. Der Kontrast lässt eine Atmosphäre des Aufbruchs entstehen und den Pioniergeist aufleben. Natürlich beschränkt sich die Vielfalt aber nicht nur darauf. Vielmehr trifft auch auf der thematischen Ebene sehr Unterschiedliches aufeinander. Im Vergleich zu anderen Startup Festivals kommen beim Pioneers verschiedenste technische Disziplinen zusammen – von Biotech, Artificial Intelligence, Robotik, Cyber Security bis hin zu Space Tech. Es fin-den sich Startups die etwa mit Artificial Intelligence die Krebsforschung revolutionieren, schwimmende Drohnen entwickeln oder unserer Ernährung mit einer Mehlwurm-Farm für zu Hause die Zukunft weisen. Schliesslich führt die Vielfalt am Pioneers Festival auf einer dritten Ebene dazu, dass nicht Fachgespräche über technische Details dominieren, sondern alle Heraus-forderungen, denen ein Startup gegenübersteht, in den Vordergrund rücken. Es kommen The-men wie Marketing, Patente, Tools zur Unterstützung verschiedener Geschäftsprozesse, Design sowie die Orientierung am Kundennutzen auf. Denn eine Idee oder technische Erfindung alleine reicht noch nicht aus, um diese nutzenstiftend zu realisieren und ein erfolgreiches Unterneh-men aufzubauen.

Doch wie ist es vor lauter Vielfalt möglich, dass sich im Trubel des Festivals auch die richtigen Personen bzw. Matches finden? Das Pioneers Festival hat sich dieser Herausforderung ange-nommen und das Zusammenfinden perfektioniert. Mit dem Match & Meet Service konnten alle Teilnehmenden vor sowie während dem Event unkompliziert Treffen arrangieren. Ein digitaler Assistent stellte personalisierte Vorschläge zusammen, wickelte die gegenseitigen Anfragen ab und organisierte Ort und Zeit abgestimmt auf die jeweiligen im Profil hinterlegten Terminkalender. Durch Match & Meet fanden während der zwei Tage 2800 Treffen zwischen gleichgesinnten Startups, Firmen und Investoren statt. Dazu kommen die vielen zufälligen Begegnungen an Vorträgen, den Messeständen der Startups und unzähligen Side Events. Was sich aus den ein-zelnen Treffen ergibt und ob daraus tatsächlich Zukunft kreiert wird, wird sich zeigen. Aus manch einem Startup wird vielleicht schon bald ein erfolgreiches Unternehmen, spannende Projekte können dank Investoren und Kooperationen realisiert und mit Hilfe von neuen Technologien in verschiedensten Industrien Probleme gelöst werden.

Text von 1030 Innovation, Sabrina Peterer

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