Finnland-Attacke: Zwei Tote und sechs Verletzte

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Ein Mann stach mehrere Menschen in Finnland nieder.
Ein Mann stach mehrere Menschen in Finnland nieder. - © AFP
Bei der Messerattacke in der finnischen Stadt Turku sind nach Polizeiangaben zwei Menschen getötet worden. Sechs weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei am Abend über Twitter mit.

Zuvor hatte ein Krankenhaus erklärt, es gebe einen Toten und acht Verletzte. Der Hintergrund der Tat war zunächst weiter unklar. Nach Polizeiangaben hatte ein Angreifer am Nachmittag im Zentrum der südwestfinnischen Stadt mehrere Menschen niedergestochen. Die Polizei schoss dem Tatverdächtigen in die Beine und nahm ihn fest. Nach möglichen weiteren Verdächtigen werde gesucht, hieß es. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, das Stadtzentrum zu meiden.


Die Sicherheitsvorkehrungen wurden landesweit verstärkt, darunter am Flughafen der Hauptstadt Helsinki und an Bahnhöfen. Die Regierung verfolge die Lage in Turku aufmerksam, twitterte Ministerpräsident Juha Sipilä. Das Kabinett sollte im Laufe des Tages zusammentreten. Für 19.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) kündigte die Polizei eine Pressekonferenz an.

Die Hintergründe der Tat in der Innenstadt waren zunächst unklar, ebenso die Zahl der Verletzten und deren Gesundheitszustand, erklärten die Ermittler in der südwestfinnischen Stadt Turku.


Die Zeitung “Turun Sanomat” berichtete, mindestens ein Mensch sei bei dem Angriff ums Leben gekommen. Sie zitierte einen Augenzeugen, dem zufolge mehrere Krankenwagen im Zentrum der Stadt waren. Die Polizei durchsuchte dem Bericht zufolge Züge und Busse.

Der Fernsehsender YLE berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, mehrere Schüsse seien zu hören gewesen. Auf Bildern aus der Innenstadt waren zahlreiche Einsatzfahrzeuge zu sehen. Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, die Gegend um den Tatort nicht zu betreten – möglicherweise gebe es weitere Täter.

Die Großstadt Turku liegt rund 170 Kilometer von der Hauptstadt Helsinki entfernt an der Südwestküste Finnlands. Etwa 190.000 Menschen leben in der Stadt. Im Oktober 2012 hatte sich dort ein offenbar geistig gestörter Mann dem damaligen Regierungschef Jyrki Katainen mit einem Messer genähert. Sicherheitsleute überwältigten den Mann. Ein Verfahren gegen ihn wurde nicht eröffnet.

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