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Mädchen vor Eishockeyspiel in Wien durch Böller verletzt: Werfer ausgeforscht

Ein Eishockey-Fan warf einen Böller auf eine 15-Jährige
Ein Eishockey-Fan warf einen Böller auf eine 15-Jährige ©dpa (Sujet)
Nachdem in der U1-Station Kagran ein 15-jähriges Mädchen vor einem Spiel der Vienna Capitals durch einen Böllerwurf eines Unbekannten verletzt wurde und ins Spital musste, hat die Polizei nun den mutmaßlichen Böllerwerfer ausgeforscht.
Mädchen durch Böller verletzt
Vor einem Eishockeyspiel im Oktober in Wien ist ein 15 Jahre altes Mädchen durch einen Böllerwurf verletzt worden. Nun gelang es der Polizei, den Täter auszuforschen. Bei ihm handelt es sich um einen 20 Jahre alten Villacher, Mitglied des VSV-Fanclubs “Absolut Villach”. Der junge Mann gestand die Tat nach anfänglichem Leugnen in einer zweiten Einvernahme im Februar.

Böllerwerfer nach Eishockeyspiel in Donaustadt ausgeforscht

Er wurde wegen schwerer Körperverletzung angezeigt. Gegen 28 weitere Mitglieder des Fanclubs wurde wegen des Verdachts der Begünstigung Anzeige erstattet, sagte Patrick Maierhofer, Sprecher der Wiener Polizei am Mittwoch. Sie hatten sich im Vorjahr nach der Tat gegen die Beamten gruppiert und versucht, den Böllerwerfer zu schützen.

Mädchen erlitt vor Eishockeyspiel Knalltrauma: Täter ausgeforscht

Die 15-Jährige hatte am 9. Oktober bei einer Straßenbahnhaltestelle bei der U1-Station Kagran ein Knalltrauma erlitten. Die Fans sollen vor dem Spiel, bei dem der VSV die Vienna Capitals in der Albert-Schultz-Eishalle besiegte, gleich mehrere pyrotechnische Gegenstände abgefeuert haben. Das Mädchen war mit seiner Mutter unterwegs. Die Frau wollte die Fangruppe zur Rede stellen, nachdem ihre Tochter durch den Böller zu Schaden gekommen war, sie konnte sich aber kein Gehör verschaffen. Auch gegenüber den ersteinschreitenden Polizisten zeigten sich die Mitglieder von “Absolut Villach” absolut unkooperativ, sie gruppierten sich gegen die ersten Polizisten, weshalb weitere Beamte unterstützten mussten, schilderte Maierhofer. Erst so konnte die Identität der insgesamt 37 Personen festgestellt werden.

Es folgten umfangreiche Ermittlungen der Stadtpolizeikommanden Donaustadt und Villach. Insgesamt 40 Vernehmungen, hauptsächlich in Kärnten, wurden durchgeführt. Dabei erhärtete sich der Verdacht gegen den 20-Jährigen. In einer ersten Einvernahme im Dezember leugnete er noch die Tat, am 2. Februar zeigte er sich schließlich geständig, den Böller geworfen zu haben, berichtete Maierhofer.

(apa/red)

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