Mädchen auf der Donauinsel mit K.o.-Tropfen betäubt und belästigt

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Polizisten nahmen die beiden 20-Jährigen fest.
Polizisten nahmen die beiden 20-Jährigen fest. - © APA/Sujet
Zwei erst 15-jährige Mädchen wurden am Samstagabend von zwei 20-jährigen Männern massiv sexuell bedrängt. Ein Feuerwehrmann und Polizisten kamen den Mädchen zur Hilfe.

Die beiden Freundinnen saßen laut Polizei am Donauufer in der Nähe der Brigittenauer Brücke, als sie von unbekannten jungen Männern angesprochen wurden. Mehrfach ersuchten die 15-Jährigen die Männer, zu gehen und sie in Ruhe zu lassen, was sie laut Polizei mit den Worten “Ihr macht mir Angst” und “Geht’s weiter!” mehrmals deutlich betonten.

Die jungen Männer belästigten die Mädchen allerdings weiterhin, schüchterten sie ein und nötigten sie dadurch einen von ihnen mitgebrachten „Orangensaft“ zu trinken.

Mädchen verlor das Bewusstsein

Zumindest eine der 15-Jährigen dürfte davon getrunken haben, weil sie hoffte, das lästige Duo dann loszuwerden. Das Mädchen wurde vorübergehend bewusstlos und daraufhin laut Polizei “massiv sexuell belästigt”. Da ihr die Männer auch unter die Kleidung gegriffen haben könnten, sei eine versuchte Vergewaltigung angezeigt worden.

Während die Bewusstlose massiv sexuell belästigt wurde, gelang es dem anderen Mädchen, ihren in der Nähe wohnenden Freund mit dem Handy um Hilfe zu rufen. Der 17-Jährige eilte zum Tatort, konnte gegen die beiden 20-Jährigen aber nichts ausrichten – er wurde ebenfalls massiv bedroht. Der 17-Jährige wandte sich daraufhin an  die Einsatzkräfte vor Ort.

Diese befreiten die Mädchen und brachten sie in ein Sanitätszelt des Arbeitersamariterbundes am Donauinselfest. Die Beschuldigten wurden festgenommen, sie befinden sich in Haft und werden wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt, so die Polizei am Sonntag. Der Ungar und der Slowake, die keinen Wohnsitz in Österreich haben, mussten noch einvernommen werden.

>> UPDATE: Die ursprüngliche Annahme, dass zumindest einer der beiden 15-Jährigen K.o.-Tropfen verabreicht wurden, hat sich nicht bestätigt. Laut späteren Angaben der Wiener Polizei waren die Mädchen in beträchtlichem Ausmaß alkoholisiert – mehr dazu hier.

(Red./APA)

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