Lyon zum Opernhaus des Jahres gekürt

Experimentierfreudiges Programm und hohe Qualität in Lyon
Experimentierfreudiges Programm und hohe Qualität in Lyon - © APA (Archiv/AFP)
Intendant Serge Dorny und seine Opera de Lyon können sich über den Titel “Opernhaus des Jahres” freuen. Das Haus wurde in der traditionellen Umfrage der Fachzeitschrift “Opernwelt” unter 50 internationalen Kritikern für sein experimentierfreudiges Programm und die hohe Qualität gelobt. Unter Österreichs Institutionen kann lediglich das Musiktheater Linz punkten – bei den Wiederentdeckungen.

So konnten die Linzer mit ihrer Inszenierung von Paul Hindemiths Kepler-Oper “Die Harmonie der Welt” knapp den Sieg in der Kategorie der gehobenen Schätze davontragen. Lobend erwähnt wurden hierbei auch Antonio Salieris “Falstaff” vom Theater an der Wien sowie Franco Faccios “Amleto” bei den Bregenzer Festspielen. Bei den Uraufführungen konnten hingegen die Opera Vlaanderen und das Nationaltheater Mannheim mit ihrer Koproduktion “Infinite now” der israelischen Komponistin Chaya Czernowin reüssieren.

Als beste Sängerin wurde bei der am Freitag im Jahrbuch der Zeitschrift “Opernwelt” erschienenen Umfrage die deutsche Sopranistin Anja Harteros ausgezeichnet, die zum zweiten Mal nach 2009 gewürdigt wurde. Mit gleich drei Titeln wurde Stuttgart bedacht: Tenor Matthias Klink ist Sänger des Jahres, der Choreograf Demis Volpi bekommt für seine Inszenierung von “Death in Venice” den Titel des besten Nachwuchskünstlers und der Chor der Oper Stuttgart wurde zum siebenten Mal seit 2002 Chor des Jahres.

Zum Orchester des Jahres wählten die Kritiker zum vierten Mal in Folge das Bayerische Staatsorchester unter Chefdirigent Kirill Petrenko, wobei den Titel des Dirigenten des Jahres Bayreuth-Einspringer Hartmut Haenchen davonträgt. Als beste Aufführung allgemein kürten die Kritiker Alban Bergs “Lulu” in Hamburg unter der Regie von Christoph Marthaler, der Ausstattung von Anna Viebrock und unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano.

In der Kategorie Regisseur des Jahres versammelte Dmitri Tcherniakov eine Mehrzahl der Stimmen, bei den Bühnenbildnern war dies Romeo Castellucci. Und schließlich konnte Gianluca Falaschi für die Ausstattung von Händels “Alcina” am Theater Basel sowie für Glucks “Armide” am Staatstheater Mainz die Sparte der Kostümbildner für sich entscheiden.

(APA/dpa)

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