Lungenkrebs-Weltkongress in Wien: Präsident von Uruguay als Sprecher

Der Präsident von Uruguay Tabare Vazquez wird zum Thema Tabakkontrolle sprechen.
Der Präsident von Uruguay Tabare Vazquez wird zum Thema Tabakkontrolle sprechen. - © APA (Sujet)
Zum Lungenkrebs-Weltkongress der International Association for the Study of Lung Cancer (IASLC), der von 4. bis 7. Dezember in Wien stattfindet, werden nicht nur 6.000 Teilnehmer erwartet – auch der Präsident von Uruguay Tabare Vazquez hat sich als Sprecher angekündigt. Der Onkologe wird zum Thema Tabakkontrolle sprechen.

Das für seine strenge Tabakgesetzgebung bekannte lateinamerikanische Land hat im Sommer einen vom Philip Morris angestrengten Prozess vor einem internationalen Schiedsgericht gewonnen. Die Forderung des Tabakmultis nach Schadenersatz wurde zurückgewiesen. “In Ländern mit einer strikten Anti-Tabak-Politik geht die Zahl der Lungenkrebsfälle nachweislich zurück. Auf dem Weltkongress werden wir erfolgreiche Beispiele aus aller Welt diskutieren”, wurde Kongresspräsident Robert Pirker vom Comprehensive Cancer Center der MedUni Wien bzw. vom AKH Wien am Freitag in einer Aussendung zitiert. In Zentraleuropa betreffen 85 Prozent aller Lungenkrebs-Erkrankungen Raucher oder ehemalige Raucher.

Weitere Kongressthemen sind die genauere Diagnostik, etwa durch die molekulare Analyse von Tumoren oder durch Genanalysen aus dem Blut von Patienten, sowie die Fortschritte bei den Therapien. Breiter Raum wird multidisziplinären Ansätzen gewidmet, also dem optimalen Zusammenspiel von Chirurgie, Strahlentherapie und medikamentösen Verfahren. Experten aus Österreich sind mit 24 wissenschaftlichen Präsentationen vertreten.

(apa/red)

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