Luke Black im Interview: Von Dornen, Träumen und Beats aus Serbien

Der serbische Musiker Luke Black macht von sich reden.
Der serbische Musiker Luke Black macht von sich reden. - © Universal Music
Starke Beats, düsterer Sound, aber klare Botschaften in seinen Lyrics: Luke Black gehört zu den aufstrebenden Talenten der elektronischen Musik. Am Waves Vienna heimste er verdienten Applaus ein – VIENNA.at traf ihn zum Interview.

Seine erste Single „D-Generation“ wurde bereits im Februar veröffentlicht und zählt bereits fast 45.000 Aufrufe. Seine EP „Thorns“ erschien am 18. September – und im Oktober sorgte er am Badeschiff im Rahmen des Waves Vienna für Applaus. Ein durchaus wünschenswerter Start für einen jungen Musikschaffenden – der sich für seine ersten Projekte allerdings ein eher unspektakuläres Ambiente ausgesucht hatte: Sein Schlafzimmer.

„Luke Black“ ist eigentlich ein gebürtiger Serbe namens Luka Ivanović. Und bevor es zum großen Vertrag, zur EP und zu den Touren kam, hieß es für ihn erst einmal: Ausdauer beweisen.

Luke Black: “Musik aus Serbien wenig international”

Knapp zehn Jahre lang experimentierte er in den eigenen vier Wänden, bevor er auch im öffentlichen Raum Gehör fand. “Man muss leider sagen, dass Musik aus Serbien noch keinen internationalen Charakter hat. Serbische Musik ist noch stark in Traditionen wie Folk verhaftet, daher ist es vielleicht noch schwieriger, in modernen Genres Erfolg zu haben,” so Luke Black im Interview mit VIENNA.at

Daher hieß es für ihn selbst erst einmal do-it-yourself. Rückblickend ist er über diese Zeit aber “sehr glücklich,” die Zurückgezogenheit half ihm, seinen eigenen Sound zu finden und zu verfeinern. „Ich habe nie darüber nachgedacht, ob ich einmal Erfolg haben werde oder nicht. Ich muss einfach Musik machen, denn ohne sie fühle ich mich leer.” Apropos: Gefühle sind generell ein wichtiges Thema in seiner Musik – der Name seiner EP “Thornes” kommt daher nicht von ungefähr. “Selbst schönste Dinge wie eine Rose haben Dornen – für die Liebe ist sie also eine gute Analogoe,” schmunzelt der junge Musiker.

Wäre aber vielleicht ein wenig abgedroschen, wenn man nur über Emotionen sinnieren würde. Ist bei Luke Black nicht so: Auch die schwierige gesellschaftspolitische Lage Serbiens diente ihm als Inspiration für sein Album. Nicht verwunderlich für ihn, als erster serbischer Jungmusiker, der einen Vertrag mit einem Major Label wir Universal an Land zog. Ob er sich selbst als Vorbild junger Leute in Serbien sieht? “Vielleicht nicht bewusst, aber es ist mir schon wichtig, den Leuten klar zu machen, dass sie den Sprung schaffen können, wenn sie dranbleiben und Glauben in sich selbst haben.”

Neugierig geworden? Mehr Infos über die Musik von Luke Black gibt es hier.

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