LIVE zur Flüchtlingskrise: Fahrer des Todes-Lkws wird nach Österreich ausgeliefert

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Flüchtlinge auf Lesbos
Flüchtlinge auf Lesbos - © EPA
Am Montag sind aus dem Mittelmeer erneut mehr als 1.800 Flüchtlinge gerettet worden, die sich auf den gefährlichen Weg nach Europa gemacht hatten. Wir berichten auch heute wieder live von der Flüchtlingskrise.

Der mutmaßliche Lenker des Lkw, in dem Ende August auf der Ostautobahn (A4) 71 Todesopfer gefunden wurden, wird von Bulgarien nach Österreich ausgeliefert. Der 32-Jährige hat keine weitere Berufung gegen die Entscheidung des Bezirksgerichtes in der bulgarischen Stadt Montana eingelegt, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Lilia Jordanowa.

Das Gericht hatte vor einer Woche erklärt, dass es genügend Beweise für eine Mittäterschaft des Mannes gibt und einem Strafverfahren in Eisenstadt nichts entgegensteht. Laut Jordanowa müssten noch die technischen Details der Auslieferung und der Transport des Angeklagten geklärt werden. Die Sprecherin schätzt, dass die Auslieferung binnen einen Monats erfolgen wird. In der Zwischenzeit bleibt der Mann weiter in U-Haft.

Auch bulgarische Spezialanwaltschaft wurde aktiv

Der Grund für die lange Dauer des bisherigen Verfahrens mit insgesamt vier Verhandlungstagen war, dass sich neben der österreichischen Staatsanwaltschaft auch die bulgarische Spezialanwaltschaft für schwere Verbrechen eingeschaltet hat. Die bulgarische Justiz wirft dem Mann vor, den Lkw, in dem die Flüchtlinge erstickten, zumindest auf einem Teil der Strecke zwischen Ungarn und Österreich gelenkt zu haben.

Laut bulgarischer Staatsanwaltschaft muss sich der Verdächtige wegen Beteiligung an einem kriminellen Schlepperring und fahrlässiger Tötung in 71 Fällen verantworten.

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