LIVE US-Wahl 2016: Stimmen und Analysen zum Sieg von Trump

Die ersten Analysen zum Wahl-Sieg von Donald Trump im Live-Stream.
Die ersten Analysen zum Wahl-Sieg von Donald Trump im Live-Stream. - © AFP PHOTO / JIM WATSON
Donald Trump konnte die US-Wahl 2016 für sich entscheiden. Das sind die ersten Stimmen und Analysen zum Wahlsieg im Live-Stream.

Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ist für Europa “eine Warnung und Chance zugleich”. Das Ergebnis zeige, dass man Verteilungsprobleme in Folge der Globalisierung nicht auf Dauer verschleppen könne. Die Chance liege darin, dass “ein Ruck durch Europa gehen kann”, den man zu Investitionen in Zukunftstechnologien nutzen könne, sagte Karl Aiginger, Leiter der Querdenkerplattform.

Die Reaktionen auf den Sieg von Donald Trump

Wirtschaftlich größte Verlierer durch eine isolationistische Politik Trumps werden die armen Menschen in den Billigjobs sein – also genau die Trump-Wähler, erwartet Aiginger. Denn einerseits seien ihre Jobs gefährdet, andererseits würden gerade sie von den Billigprodukten aus China profitieren, sollten diese zurückgedrängt werden, würden sie an Kaufkraft verlieren.

Soweit Trump angekündigt hat, sein Land vom Ausland abzuschotten, müsse dies zwingend zu höheren Ausgaben für Innere Sicherheit und Militär führen. “Die USA brauchen gigantische Investitionen in Sicherheit”, alleine die illegalen Mexikaner zu finden und aus dem Land zu bringen werde nicht so einfach. Das werde kurzfristig die Konjunktur ankurbeln und negative Effekte aus der Wirtschaft übertünchen – aber nur eine gewisse Zeit lang, so Aiginger. Mit der Zeit würden aber erhöhte Budgetdefizite Sparmaßnahmen erzwingen, vermutlich bei Bildung, Universitäten, Kinderbetreuung, was wieder die US-Wirtschaft treffen werde. “Populisten sind wirtschaftlich kurzfristig nicht sichtbar, aber sie lösen Prozesse aus”, so Aiginger. Auch die Brexit-Entscheidung der Briten zeige jetzt, “dass Prozesse länger dauern”.

Europas Reaktion müsse es nun sein, selbstbewusst und mit mehr Gemeinsamkeit das europäische Modell zu entwickeln. Man müsse Ungleichheiten noch stärker bekämpfen und den Kontinent führend bei der Ökologisierung und dem Ausstieg aus Kohle und Öl machen. Europa solle etwa bei Mittelklasse-Elektro-Autos weltweit führend werden, denn die USA würden wohl laut Ankündigungen Trumps aus der Dekarbonisierung aussteigen und womöglich das Klimaabkommen kündigen. Allerdings müsse man nun einmal abwarten, welche Personen Trump in die Regierung beruft: “Trump könnte sich ja auch vernünftige Leute suchen”, so Aiginger und er könne es sich nicht mit allen gemäßigten Republikanern verscherzen.

Stimmen und Analysen zu Trump-Sieg bei US-Wahl

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