Live-Ticker zur Europa League: Rapid Wien gegen Viktoria Pilsen

Rapid spielt am Donnerstag wieder auf europäischer Bühne.
Rapid spielt am Donnerstag wieder auf europäischer Bühne. - © APA
Rapid könnte mit einem Heimsieg über Viktoria Pilsen einen großen Schritt in Richtung Europa-League-Sechzehntelfinale machen. Die Partie gegen den tschechischen Meister startet um 21:05 Uhr.

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Rapid Wien hat am Donnerstag die Chance, der K.o.-Runde der Europa League schon zur Halbzeit der Gruppenphase sehr nahe zu kommen. Die makellosen Hütteldorfer haben nach zwei Erfolgen gegen Villarreal und Dinamo Minsk Tschechiens Meister Viktoria Pilsen im Ernst-Happel-Stadion zu Gast und würden sich mit einem vollen Erfolg um sechs Zähler vom ersten Nichtaufstiegsplatz absetzen.

“Das wäre ein richtig großer Schritt in Richtung überwintern”, weiß Rapid-Kapitän Steffen Hofmann. Laut seiner Einschätzung werde man mit Pilsen in der Gruppe E um Rang zwei kämpfen. “Es wird daher eines der beiden entscheidenden Spiele für uns sein”, betonte der Mittelfeld-Routinier. Vorerst führen aber die Wiener das Feld vor Villarreal und Pilsen (je 3) sowie Minsk (0) an. “Wir sind noch nie so gut gestartet, aber wissen auch, dass wir noch einige Punkte brauchen”, sagte Hofmann.

Barišić warnt vor Viktoria Pilsen

Rapid, das auf eine erfolgreiche Generalprobe vor dem Derby am Sonntag (16:30 Uhr, live auf ORF eins, Sky und im VIENNA.at-Liveticker) hofft, hat gegen Pilsen noch kein Bewerbspiel absolviert. Tschechiens dreifacher und aktueller Meister kommt in Topform nach Wien, feierte in der Meisterschaft zuletzt sechs Siege hintereinander. “Vom Namen her ist Pilsen für die breite Öffentlichkeit nicht so bekannt. Wir wissen aber, was auf uns zukommt. Es ist ein sehr gefährlicher Gegner, der ähnlich konzipiert ist wie wir, von der Spielanlage und dem System”, analysierte Rapid-Trainer Zoran Barišić.

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Posted by SK Rapid Wien on Donnerstag, 22. Oktober 2015

Der tschechische Tabellenzweite sei sehr komplett aufgestellt. “Sehr gefährlich ist die Offensivabteilung, da sind sie sehr variabel und technisch gut. Höllisch aufpassen müssen wir auch bei Standardsituationen”, kennt der Wiener die Vorzüge des Gegners genau.

Die sollen aber nicht zur Geltung kommen. Dafür müssen sich die Hütteldorfer gegenüber den jüngsten Ligaauftritten aber steigern. Das 1:2 bei Schlusslicht WAC am Sonntag war die vierte Niederlage in den letzten sechs Meisterschaftspartien, die Tabellenführung ist damit passé. “Wir wissen, dass wir im letzten Spiel keine allzu gute Leistung gebracht haben. Wir haben das Spiel aber am Montag aufgearbeitet und abgehakt”, sagte Barišić.

Barišić’ Aufstellungsüberlegungen

Steigern muss sich der Vizemeister in allen Bereichen, vor allem auch in der Offensive. “Wir müssen wieder dorthin kommen, dass wir mehr Chancen kreieren”, weiß auch Rapids Trainer. Wer ganz vorne für die nötigen Tore sorgen soll, ist noch offen. Die Lücke nach dem Abgang von Robert Berič konnte bisher noch nicht geschlossen werden. Da bei Matej Jelić “die Eingewöhnungszeit noch nicht beendet ist”, darf auch Philipp Prosenik mit einem Einsatz spekulieren. “Er ist definitiv in meinem Kopf drinnen”, verriet Barišić.

Ob der angeschlagene Mittelfeldspieler Thanos Petsos rechtzeitig fit wird, bleibt offen. Dafür steht Philipp Schobesberger diesmal wieder als Alternative bereit. Die Gäste haben mit dem gesperrten Stamm-Innenverteidiger Václav Procházka einen nennenswerten Ausfall zu beklagen. “Er ist ein wichtiger Spieler, aber ich glaube, dass sie das gut kompensieren können”, erklärte Barišić. Lukáš Hejda wird den 31-Jährigen wohl ersetzen.

Rapid lädt tschechische Ex-Grüne zum Spiel ein

Die Pilsener werden nach Wien von 2.500 Anhängern begleitet. Die werden am Donnerstag klarerweise in der Unterzahl sein. Bis Mittwochmittag waren 34.800 Karten verkauft, die Organisatoren rechneten mit bis zu 38.000 Anhängern. Darunter sind auch ehemalige verdienstvolle tschechische Rapid-Spieler, die vom Klub eingeladen wurden. So haben Antonín Panenka, Marek Kincl, René Wagner und Radek Bejbl ihr Kommen fix zugesagt.

Auch ihnen wollen Hofmann und Co. ein tolles Spiel bieten. “Wir haben die Möglichkeit, uns von Pilsen abzusetzen. Jeder Spieler wird alles geben, dass wir das auch schaffen”, versprach Barišić. Damit würden die Wiener auch ihre Europa-League-Heimserie prolongieren. In den jüngsten acht Partien vor eigenem Publikum gab es fünf Siege und drei Remis. Die letzte Niederlage liegt mit dem 0:4 gegen Bayer Leverkusen im Oktober 2012 schon lange zurück.

(APA, Red.)

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