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Der weisse Rausch geht in die 21. Runde

Das Warten auf den "weissen Rausch" hat am Samstag ab 17 Uhr ein Ende.
Das Warten auf den "weissen Rausch" hat am Samstag ab 17 Uhr ein Ende. ©Mallaun/Bätz
Der weisse Rausch in St. Anton am Arlberg lieferte am 21. April 2018 ein Rennen mit Hochspannung bis zur letzten Sekunde.

Arlberg-Adler-Seriensieger Florian Holzinger (DE) konnte in einer legendären Aufholjagd das Rennen für sich entscheiden. Bei den Damen siegte die Österreicherin Alexandra Genewein.

Der weisse Rausch hat nicht nur in St. Anton am Arlberg, sondern auch in vielen anderen Ländern der Welt längst Kultstatus erlangt. Die einen nennen die Veranstaltung verrückt, die anderen legendär und herausfordernd. Fest steht, dass die 9 km lange und unpräparierte Strecke zu den härtesten Abfahrtsrennen der Welt zählt und von den Teilnehmern alles abverlangt. Trotz des hohen Schwierigkeitsgrades versammelten sich am Samstag, den 21. April wieder 555 Sportler aus 20 Nationen am Vallugagrat. Im Gegensatz zur dicken Nebelwand im Vorjahr fiel der 17-Uhr-Startschuss diesmal bei strahlendem Sonnenschein. Die sumpfigen Verhältnisse reduzierten einerseits leicht das Tempo, forderten dafür aber noch mehr Kraft als sonst. Beim Massenstart erwartete die Teilnehmer die erste Challenge: Der Kampf um die perfekte Linie und die Schussfahrt in den immer enger werdenden Vallugakessel trieb das Adrenalin ab der ersten Sekunde in die Höhe. Bereits wenige Meter danach folgte mit dem Schmerzensberg die nächste Herausforderung. Der 150 Meter lange Anstieg ist nicht ohne Grund eine besonders gefürchtete Stelle, denn wer für die 37 Höhenmeter zu viel Kraft braucht, dem fehlt die Energie für die weiteren Hürden auf der Strecke. Fest steht, wer diese Schlüsselstelle bravurös meistert, fährt im Favoritenfeld mit. In diesem Jahr glänzte Dominik Schranz (AUT) – dicht gefolgt von Florian Holzinger (DE) und Lars Meersteter (SUI) – beim Anstieg mit einer Topleistung im Skating-Stil. Es dauerte aber nicht lange, bis Schranz seine beiden Kontrahenten abhängen konnte.

Aufholjagd im Zielbereich

Bei der Kandahar, die sich in diesem Jahr als buckliges Ungetüm präsentierte, lieferte Schranz großes Kino auf Skiern und baute seinen Vorsprung auf unglaubliche 20 Sekunden aus. Kurz vor den finalen Schneehügeln, die jedes Jahr per pedes überwunden werden müssen, stürzte Schranz, rappelte sich sofort wieder auf und versuchte die letzten Hindernisse vor dem Ziel zu meistern. Das Publikum feuerte den Favoriten an, der sich Schritt für Schritt zur Ziellinie kämpfte. Doch Florian Holzinger und der Schweizer Lars Meerstetter näherten sich stetig. Letztendlich konnte Holzinger die legendäre Aufholjagd für sich entscheiden und siegte bei der 21. Auflage des Kultrennens mit einer Zeit von 9 Minuten und 6 Sekunden. Auf den letzten Metern überholte der Schweizer den angeschlagenen Schranz, der sich mit dem dritten Platz geschlagen geben musste.

Österreicherinnen an der Spitze

Bei den Damen konnte Alexandra Genewein (AUT) mit einer Zeit von 12 Minuten und 39 Sekunden den Sieg in der Kategorie Ski Alpin ergattern. Aber auch die anderen beiden Podestplätze gingen an Österreicherinnen. Lilly Reik (2. Platz) und Eva-Maria Feiersinger kamen dicht gefolgt ins Ziel. Bei den Snowboardern siegten Josef Neulinger (AUT) und Elisabeth Dünser (AUT). Hunderte Zuschauer ließen sich den krönenden Abschluss der Wintersaison nicht entgehen und nahmen die Teilnehmer im Zielbereich feierlich in Empfang.

Ergebnisse „Der weisse Rausch 2018“

Herren Ski Alpin

  1. Florian Holzinger, GER, 9:06
  2. Lars Meerstetter, SUI, 9:20
  3. Dominik Schranz, AUT, 9:20,8

Damen Ski Alpin

  1. Alexandra Genewein, AUT, 12:39
  2. Lilly Reik, AUT, 13:21
  3. Eva-Maria Feiersinger, AUT, 13,31

Der weisse Rausch im Livestream ab 16 Uhr

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