Linzer Klangwolke blies zur Jagd auf Moby Dick

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Linzer Klangwolke auch 2017 wieder ein Augenschmaus
Linzer Klangwolke auch 2017 wieder ein Augenschmaus - © APA (KLANGWOLKE/Herzenberger)
Die Visualisierte Klangwolke 2017 machte Jagd auf Moby Dick und rund 90.000 Menschen sahen dem von der Linzer Künstlergruppe Helix in Szene gesetzten Spektakel zu. Der Inhalt orientierte sich an Herman Melvilles Roman, der rasenden Jagd Kapitän Ahabs nach dem weißen Wal. Bestach der Anfang durch Dezenz und Tanz, geriet der Schluss fast ein bisschen wirr, wurde aber durch das Feuerwerk aufgelöst.

“Moby Dick – Jagd bis vor die Tore von Linz” begann ruhig, fast beschaulich mit dezent eingesetzter Pyrotechnik und schönen Choreografien. Der erste Szenenapplaus galt den Tänzern auf fahrenden Gabelstaplern an Land und der Marktmusikkapelle Haag am Hausruck, die auf einem Schiff am Ufer das Geschehen mit Werken des US-amerikanischen Komponisten Stephen Melillo untermalte.

Die sinfonischen Klänge fügten sich gut zu der Geschichte. Christian Brückner, bekannt als Synchronstimme Robert de Niros, fungierte souverän als Erzähler. Nachdem die Crew von Staplern in einen Container verladen wurde, legte das Schiff, die Pequod, ab. Fortan war das Geschehen mitten auf der Donau bzw. auf Leinwänden am Ufer zu sehen.

Regisseurin Christine Maria Krenn kredenzte streckenweise fast ein Musical. Die Crew tanzte im Container auf dem Schiff, auch an Land bewegten sich Turner sowie auf den Gabelstaplern Tänzer und Akrobaten an Seilen, die gebührenden Szenenapplaus erhielten. Eine längere Jagdszene bot Action auf dem Wasser, mit Jet-Skis, Flyboardern, Leuchtraketen, Wasserwerfern, schwimmender Pyrotechnik und immer wieder in Andeutung des Gejagten weiße Fontänen.

Spektakulär war ein am Schiffskran hängender Lotse und auch ein Helikopter mischte mit, sollte stellenweise Moby Dick darstellen und gab im etwas wirren Showdown dem Schiff den letzten Rest, bevor es mit Leuchtkörpern, Kanonendonner und viel weißem Rauch symbolisch unterging. Ein Feuerwerk, das auf dem Schiff und damit näher als sonst am Publikum gezündet wurde, malte nach rund einer Stunde schöne Schlussszenen in den Himmel.

Den Abend beendete eine Nachklangwolke mit Eugene the Cat, den Gewinnern des Austrian Newcomer Awards. Weiter geht es kommenden Samstag mit der klassischen Klangwolke als “Open Classic Night”, ab 20 Uhr im Brucknerhaus. Die Kinderklangwolke trägt heuer den Titel “Die Rückkehr der verrückten 7 – alles Disco” und findet am Sonntag, 17. September ab 16 Uhr im Donaupark statt, das Warm-up beginnt um 15.30 Uhr.

(APA)

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