Liesing-Bezirkschef Gerald Bischof: “Hohe Lebensqualität kommt nicht von selbst”

BV Gerald Bischof im Gespräch mit VIENNA.at.
BV Gerald Bischof im Gespräch mit VIENNA.at. - © beigestellt
Vor der Wien-Wahl bittet VIENNA.at die Bezirksvorsteher der 23 Wiener Bezirke zum Interview. Gerald Bischof (SPÖ) sprach mit uns über die Vielfalt und Freizeitangebote im 23. Bezirk, Projekte, auf die er besonders stolz ist – und warum für ihn eine Zusammenarbeit mit der FPÖ nicht in Frage kommt.

Wie definieren Sie persönlich die Besonderheiten von Liesing, was macht Ihren Bezirk aus?

Es ist die Vielfalt, die den Bezirk für mich ausmacht: Als eines der beliebtesten Wohngebiete der Stadt, sind wir Heimat für mehr als 96.000 Menschen. Und parallel dazu auch ein erfolgreicher und wachsender Wirtschaftsstandort. Rund 55.000 Arbeitsplätze in mehr als 4.000 Betrieben zeichnen den „Arbeitsplatz Liesing“ aus. Und wer Natur pur sucht, kommt auch rasch ans Ziel: entlang der Liesing, im Maurer Wald und auf vielen anderen Naherholungsflächen mit hohem Freizeitwert.

 Was sind die wichtigsten Punkte in Ihrem Wahlprogramm zur Wien-Wahl?

Die Stärkung und Weiterentwicklung der hohen Lebens- und Wohnqualität Liesings steht hier ganz vorne. Neuer, hochwertiger und gleichzeitig auch leistbarer Wohnraum, moderne Kindergärten und Schulen, neue Grünräume und Parkanlagen, Betreuungsangebote für hochbetagte Menschen, Verbesserungen im öffentlichen Verkehr – um nur einige Beispiele zu nennen – kommen nicht von selbst. Dafür will ich weiterarbeiten.

Welche Projekte sollen in den kommenden Jahren im Bezirk mit Ihrer Unterstützung umgesetzt werden?

Zu den bereits vorhin genannten Punkten hat das Kultur- und Veranstaltungsangebot Entwicklungspotential. Zu einem besonderen Highlight dabei soll die ehemalige Sargfabrik Atzgersdorf in der Breitenfurter Straße werden. An einem Konzept für die kulturelle Nachnutzung des denkmalgeschützten Gebäudes wird bereits intensiv gearbeitet.

Rückblick: Was wurde in der letzten Legislaturperiode in Ihrem Bezirk umgesetzt? Auf welche Projekte sind Sie persönlich besonders stolz?

Da sind die großen Investitionen in die Infrastruktur zu nennen. So wurden zum Beispiel in diesem Zeitraum alleine 25 Millionen Euro aus dem Bezirksbudget in unsere Schulen investiert. Und trotzdem ist der Bezirk nach wie vor schuldenfrei! Und dass es vor kurzem gelungen ist, den 10-Minuten-Takt für die S-Bahn zu fixieren, freut mich besonders.

 Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Parteien im Bezirk?

Wir haben eine gute Diskussionskultur. Auch wenn Sachfragen naturgemäß öfter umstritten sind, bleibt der Ton sachlich und fair. Das schätze ich sehr an der politischen Arbeit im Bezirk.

Bürgermeister Michael Häupl hat mehrfach betont, dass eine Zusammenarbeit mit der FPÖ in Wien „nicht möglich“ sei. Halten auch Sie an dieser Haltung fest?

Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Politiker, die banale Schwarz-Weiß-Malerei betreiben und so mit den Sorgen der Menschen spielen, sind keine Koalitionspartner.

Was ist Ihr liebstes Fleckchen in Liesing, und wieso?

Da fällt mir die Entscheidung schwer. Aber die Gegend um den Pappelteich ist schon etwas ganz Besonderes. Die großartige Natur ist perfekt für Sport und Erholung.

Der 23. Bezirk ist bekannt für seine vielen Grünflächen – welchen Ort in Liesing sollte man auf jeden Fall einmal gesehen haben?

Aktuell bietet sich da sicher der heuer renaturierte Abschnitt des Liesingbaches in Rodaun an. Die Liesing wurde aus ihrem Beton-Korsett befreit und zeigt sich wieder von ihrer schönsten Seite.

Im Word-Rap: Wie beschreiben Sie sich selbst in 3 kurzen Worten?

Geradlinig, sozial und offen für neue Ideen.

Sie leben gerne in Liesing, weil …

…es ein Bezirk der Vielfalt ist – mit zum Teil noch dörflich anmutenden Bezirksteilen, guten Arbeitsplätzen, schönen Wohngegenden und viel Natur!

Wo sehen Sie Ihre Partei bei der Gemeinderatswahl 2015?

Die hohe Lebensqualität in Liesing und in unserer Stadt kommt nicht von selbst. Das wollen wir sichern und weiterentwickeln. Ich sehe meine Partei auch weiterhin als stimmenstärkste Partei im Bezirk.

>> Weitere Interviews mit den Wiener Bezirksvorstehern finden Sie hier.

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