Liebe verdient Respekt!

Liebe verdient Respekt!
Eine neue Kampagne soll der immer noch vorhandenen Homosexuellenfeindlichkeit den Garaus machen. Die mehrsprachigen Plakate sollen für mehr Respekt und Toleranz, vorallem unter Jugendlichen, sorgen.

Die Anfang Juni präsentierte Plakatkampagne - drei verschiedene, mehrsprachige Sujets gegen Intoleranz und Diskriminierung - richtet sich vor allem an Jugendliche, aber auch an migrantische Communitys, um der immer noch vorhandenen Homosexuellenfeindlichkeit entgegenzutreten. Die bis Ende 2009 konzipierte Kampagne wird schwerpunktmäßig in Schulen, Jugendzentren und Jugendeinrichtungen, begleitet von verschiedenen Workshops und Projekten, durchgeführt. 

Diskriminierungen hinterlassen nicht selten Gefühle der Schuld und Scham bei den diskriminierten Personen und viele fühlen sich damit alleine gelassen. Hier setzen die mehrsprachigen Plakate für Respekt und Toleranz an: sie dienen als Ausgangspunkt um mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, zu sensibilisieren, Informationen weiterzugeben und Vorurteile abzubauen.

Die Toleranz in der Gesellschaft ist gewachsen, dennoch stoßen Lesben, Schwule, Bisexuelle und TransGender-Personen oft noch auf Ablehnung. Die Vorbehalte speisen sich nicht selten aus Unkenntnis und Unsicherheit. Es sind Vorurteile. Respekt fällt aber leichter, wenn man den Anderen zumindest ein wenig kennt. Die für Antidiskriminierung und gleichgeschlechtliche Lebensweisen zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger begrüßt die aus Berlin importierte Kampagne: “Wien ist eine Stadt der Offenheit und des gegenseitigen Respekts. Intoleranz und Homophobie sollen hier keinen Platz finden, Diskriminierungen aufgrund von sexueller Orientierung werden nicht toleriert. Die aktuelle Kampagne leistet hier einen wichtigen Beitrag und verdient daher - genauso wie jede Form von Liebe - Aufmerksamkeit und Respekt.”

Die Kampagne „Liebe verdient Respekt“ wurde vom LSVD (Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg) entwickelt und im März 2009 in Berlin präsentiert. In Kooperation mit dem LSVD hat COURAGE die Sujets für Österreich adaptiert. Für die Umsetzung der Kampagne auf nationaler Ebene konnte COURAGE den Verein Wiener Jugendzentren und Verein wienXtra gewinnen. Finanziert wird die Kampagne von den ProjektpartnerInnen und der MA 17, zuständig für Integrations- und Diversitätsangelegenheiten.

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