“Licht ins Dunkel”: Heiligabend 2015 im Zeichen der Flüchtlingskrise

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Schönborn appelliert an die Regierung im Zeichen der Flüchtlingskrise.
Schönborn appelliert an die Regierung im Zeichen der Flüchtlingskrise. - © APA/Thomas Jantzen /ORF
Die Flüchtlingskrise hat zumindest indirekt die politischen Wortmeldungen zum Heiligen Abend dominiert. Kardinal Christoph Schönborn forderte in der ORF-Sendung “Licht ins Dunkel” eine Erhöhung der Entwicklungshilfe. “Österreich ist ein gut entwickeltes Land. Wir können viel,” meinte auch Bundespräsident Fischer.

Bundespräsident Heinz Fischer bemühte “das berühmte Zitat” der deutschen Kanzlerin Angela Merkel: “Wir schaffen das.” Das gelte für alle “gesellschaftlichen Probleme”, betonte Fischer. “Wir brauchen, gerade weil wir in einer schwierigen Zeit leben, Zuversicht. Österreich ist ein gut entwickeltes Land. Wir können viel.” Der Regierung empfahl der Bundespräsident, noch mehr Wert auf Gemeinsamkeit zu legen.

Schönborn drückte seine “große Hoffnung” auf Frieden in den Krisenregionen aus, denn nur das könne verhindern, dass Menschen fliehen müssten. Aber auch die reichen Staaten müssten ihren Teil beitragen: “Wenn die Entwicklungshilfe weiter gekürzt wird, dann darf man sich nicht wundern, dass die Menschen sich aus den Hungergebieten auf die Flucht machen.”

Grenzen für Flüchtlinge dicht gemacht: “Solidarität gefordert”

Schönborn kritisierte auch, “dass einige Länder die Grenzen dicht machen und andere Länder ein Übermaß an Flüchtlingsströmen verkraften müssen. Hier ist Europa gefordert, hier ist Solidarität gefordert.”

Traditionsgemäß waren zahlreiche weitere Politiker beim Spendenmarathon des ORF zu Gast. Dienst an den Spendentelefonen schoben unter anderem Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ).

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) überbrachte Spenden von Heeresangehörigen und versicherte dabei in Hinblick auf die Flüchtlingskrise einmal mehr, dass das Bundesheer seinen Einsatz fortführen könne und werde – “darauf kann sich die Bevölkerung verlassen”, bekräftigte Klug.

(APA)

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