LH Sausgruber ehrt verdienstvolle Persönlichkeiten

Auch am diesjährigen Nationalfeiertag morgen, Donnerstag, überreicht Landeshauptmann Herbert Sausgruber Landes- und Bundesauszeichnungen im Rahmen eines Festaktes im Landhaus in Bregenz: “Dieser Tag bietet die Gelegenheit, verdiente Bürgerinnen und Bürger zu würdigen und jenen Menschen zu danken, die sich in der Gegenwart weit über das normale Maß hinaus für die Allgemeinheit engagieren. Diese Leistungen sind für Vorarlberg unverzichtbar und unbezahlbar.” Neun Personen erhalten Bundesauszeichnungen, sieben Personen werden mit einer Auszeichnung des Landes gewürdigt.

Folgende Auszeichnungen werden im Montfortsaal des Landhauses überreicht:

Landesauzeichnungen

Georg Bantel erhält das Silberne Ehrenzeichen des Landes: Er wurde 1980 im Alter von 24 Jahren erstmals zum Bürgermeister von Möggers gewählt und war damit der jüngste Bürgermeister des Landes. In den vergangenen 26 Jahren wurden in Möggers eine Vielzahl von kommunalpolitischen Vorhaben umgesetzt, beispielsweise die Trink- und Löschwasserversorgung, Schulsanierungen, Gemeindehaus, Feuerwehrgerätehaus oder Investitionen in das Straßen- und Güterwegenetz. LH Sausgruber: “Die Umsetzung dieser vielen Vorhaben und Großprojekte hat sehr viel Verhandlungsgeschick, Mut und einen entsprechenden Blick in die Zukunft verlangt. Trotz dieser vielen Investitionen verfügt Möggers dank der vorausschauenden Amtsführung von Georg Bantel über geordnete Finanzen.”

Eine selten verliehene Auszeichnung, den Montfortorden in Silber, verleiht LH Sausgruber an Professor Armin Fehle aus Wien. Fehle, ein gebürtiger Vorarlberger, arbeitete bei verschiedenen Werbefirmen und Kultureinrichtungen. Seit dem Jahr 2002 ist er als Vertreter des Bundesministeriums für Finanzen Kuratoriumsmitglied der Bregenzer Festspiele. Sausgruber: “Ohne sein Bemühen wäre es vielleicht nicht zu einer Finanzierungszusage des Bundes für den Umbau des Festspielhauses in dieser Höhe gekommen”. Die Mitfinanzierung des Bundes belief sich auf 40 Prozent des Gesamtbudgets, das sind 16 Millionen Euro.

Vier verdiente Personen werden mit einem Großen Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg auszeichnet:

– Peter Burger (Lech) hat an Entscheidungen für größtenteils pionierhafte Weichenstellungen im Vorarlberg Tourismus mitgewirkt: Aktualisierung des Marketingkonzeptes alle drei Jahre, Kooperation mit der Landwirtschaft und der Gastronomie, Weiterentwicklung der Regionalverbände zu touristischen Destinationen, die flächendeckende Einführung regionaler ‘Inclusive Cards’ im Sommer, landesweite PR-Aktionen wie “100 Jahre Skilauf in Vorarlberg”, um nur einige zu nennen.

– Hubert Kopf aus Röthis, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Volksbank Rankweil, hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Vorarlberger Volksbank (nach dem Zusammenschluss mit den Volksbanken in Bludenz und Dornbirn) mit den 20 Geschäftsstellen ein beinahe flächendeckendes Filialnetz in Vorarlberg mit über 300 Mitarbeitern aufbauen konnte.

– Auf Initiative von Fridolin Lucian aus Lech wurde das “Oberlecher Tunnelsystem”, das weltweit Beachtung gefunden hat, errichtet. Das Tunnelsystem, an das mittlerweile fast alle Oberlecher Hotelbetriebe angeschlossen sind, hält Oberlech in den Wintermonaten vollkommen verkehrsfrei. Auch das innovative Biomasse-Heizwerk Oberlech, das auch auf die Initiative von Fridolin Lucian zurückgeht, kann ebenfalls als europaweites Pilotprojekt angesehen werden.

– Willi Muzyczyn (Bregenz) ist seit vielen Jahren ehrenamtlicher Vizepräsident der Bregenzer Festspiele. In dieser Funktion setzt er sich sowohl für die baulichen als auch die kulturellen Belange des größten Kulturveranstalters Vorarlbergs ein. Als Vorsitzender der Projektkommission “Erweiterungsbau des Bregenzer Festspielhauses” hat er den Um- und Erweiterungsbau des Bregenzer Festspielhauses aktiv mitbegleitet.

Universitätsprofessor Elgar Fleisch aus St. Gallen erhält die Rettungsmedaille: Durch sein rasches und kontrolliertes Eingreifen konnte ein schwerer Verkehrsunfall verhindert werden. Im Februar 2006 erlitt ein Buschauffeur während der Fahrt einen Herzinfarkt. Elgar Fleisch, Mitfahrer im Omnibus, erkannte die Notsituation sofort: Ohne Kollisionen konnte er den Bus kontrolliert, zum Stillstand bringen. Die im Reisebus mitfahrenden Personen wurden durch den Vorfall nicht verletzt.

Bundesauszeichnungen

Im Auftrag von Bundespräsident Heinz Fischer überreicht Landeshauptmann Sausgruber drei verdienten Persönlichkeiten einem Berufstitel. Sechs Persönlichkeiten werden mit einer Auszeichnung gewürdigt.

Der Komponist Herbert Willi aus St. Anton im Montafon erhält den Berufstitel “Professor”. Willi ist mittlerweile ein weltweit angesehener Komponist, dessen Werke internationale Beachtung finden und in verschiedensten Ländern aufgeführt werden. Eine seiner großen Kompositionen war die Musik zum Film von Robert Schneiders “Schlafes Bruder” in den 90er Jahren. Aufführungen seiner Werke erfolgten u.a. in New York, London, Wien, bei den Salzburger Festspielen oder in der Berliner Philharmonie. Das Land Vorarlberg hat Herbert Willi mehrfach geehrt, zuletzt wurde ihm anlässlich des Jubiläumsjahres 2005 ein Kompositionsauftrag zuteil.

Den Berufstitel “Technischer Rat” überreicht LH Sausgruber an den Harder Helmut Kaiser. Seit dem Jahre 1993 führt Helmut Kaiser ein Sachverständigenbüro in Hard und gilt als außerordentlich qualifizierter und engagierter Experte in Bauangelegenheiten. Weiters ist Herr Kaiser durch zahlreiche Vorträge und durch Teilnahmen an internationalen Baufachtagungen in Erscheinung getreten. Seit 1999 fungiert er auch als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger beim Landesgericht Feldkirch für die Fachgebiete Hochbau und Architektur im Allgemeinen.

Den Berufstitel “Hofrat” erhält Günter Holzer. Der Dornbirner leitet seit 25 Jahren das Büro der Ärztekammer für Vorarlberg als Kammeramtsdirektor. Günter Holzer war und ist stets um eine gesetzes- und satzungskonforme, gleichzeitig aber auch möglichst “kundennahe” Erledigung der mannigfaltigen Aufgaben einer Ärztekammer bemüht. LH Sausgruber: “Neben seiner fachlich ausgezeichneten Rechtsberatung in allen beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten der Ärzteschaft hat Herr Holzer das anerkannt gute Gesundheitssystem in unserem Lande in den letzten zwei Jahrzehnten zweifelsohne ganz wesentlich mitgeprägt und mitgestaltet.”

Ehrenzeichen und Verdienstzeichen der Republik Österreich

Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich an Paul Senger-Weiss: Der Bregenzer hat das 500 Jahre alte Familienunternehmen Gebrüder Weiss in den vergangenen 36 Jahren zusammen mit seiner Gattin Heidi Senger-Weiss maßgeblich geprägt und mit unternehmerischem Weitblick, mit großem Engagement und großer Fachkenntnis zum heute größten Logistikkonzern, der sich immer noch vollständig in österreichischer Hand befindet, ausgebaut. Auch in der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden starke Akzente gesetzt: So wurde von der Lehrlingsausbildung, über regelmäßige Mitarbeiterschulungen bis hin zum 2004 ins Leben gerufenen Orange-Future-Projekt – einem qualifizierten Trainee-Programm – eine wahre Bildungsreform eingeleitet.

Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich an Josefine Winkler aus Feldkirch: Frau Winkler war 17 Jahre lang Vizepräsidentin der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Vorarlberg und hat sich in dieser Zeit mit großem Erfolg für den Aufbau eines Frauennetzwerkes in Vorarlberg engagiert. Daneben kämpfte sie auch sehr erfolgreich für die Verbesserung der Frauenquote in verschiedensten Organen und Gremien in Vorarlberg. Einzigartig ist auch die Karriere als Betriebsratsvorsitzende des Landeskrankenhauses Feldkirch, zu der sie heuer bereits zum insgesamt zehnten Male gewählt wurde. Bereits 1999 hat das Land Vorarlberg die großen Verdienste von Josefine Winkler mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg gewürdigt.

Landeshauptmann Sausgruber übereicht vier Personen das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich:

– Frau Reinelde Santer aus Langen am Arlberg führt seit nunmehr 30 Jahren ehrenamtlich und ohne Unterbrechung bis zum heutigen Tag die mehrmals täglich erforderlichen Messungen und Beobachtungen der meteorologischen Elemente in der Wetterstation am Arlberg durch. Die erhobenen Daten bilden die Grundlage für die Erfassung des Klimas und für die wissenschaftliche Auswertung des Nachweises von möglichen Klimaänderungen. Ebenso große Bedeutung haben diese Daten auch für das Naturgefahrenmanagement bei der Beurteilung der Lawinengefahr der Arlbergstraße sowie der Schienenverbindung über den Arlberg.

– Walter Baur, Obmann der Vorarlberger Wasserrettung: Der Lustenauer 20 Jahre lang Chorleiter des Männergesangsvereines Höchst, 20 Jahre freier Mitarbeiter der Abteilung Volkskultur beim ORF Vorarlberg, 30 Jahre lang Mitglied des Kulturausschusses der Marktgemeinde Lustenau, Herausgeber mehrerer heimatkundlicher Schriften und seit 1973 Mitglied im Präsidium des Landesverbandes der Vorarlberger Wasserrettung. Fast 30 Jahre lang war er als Kassier der Vorarlberger Wasserrettung für die finanziellen Belange zuständig, seit mehr als fünf Jahren steht er dem Landesverband der Vorarlberger Wasserrettung als Präsident vor.

– Armin Fussenegger aus Dornbirn ist ein verdienter Funktionär des Landesverbandes der Vorarlberger Wasserrettung seit fast 50 Jahren. Von der Durchführung von unzähligen Kinderschwimmkursen bis zu Aufsichtsdiensten im Frei- und Hallenbad in Dornbirn und der Durchführung und Mitarbeit bei Rettungstauchkursen zählten seine weit reichenden Agenden bei der Wasserrettung Vorarlberg. Daneben bekleidete er unzählige Funktionen, wie Landestauchwart und Bundesreferent für Tauchen in der Österreichischen Wasserrettung.

– Helmuth Reiter aus Vandans führt seit 1954 ehrenamtlich und ohne Unterbrechung bis zum heutigen Tag die mehrmals täglich erforderlichen Messungen und Beobachtungen der meteorologischen Elemente der Wetterstation Vandans in Vorarlberg durch. Ohne diese gewissenhafte Tätigkeit wären die Leistungen eines Wetterdienstes mit den gerade im Gebirge so wichtigen Wetterwarnungen nicht zu erbringen. Diese Berichte sind die Basis für alle Wetterdienste, für die Tourismusbetriebe, die Skiliftbetreiber, aber auch für die vielen Freiluftsportler im Sommer wie im Winter und haben oftmals lebenswichtige Bedeutung.

Rückfragehinweis:

   Landespressestelle Vorarlberg
Tel.: 05574/511-20141
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
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OTS0254 2006-10-25/16:12

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