“LeoMitte”: In Wien-Leopoldstadt entsteht das nächste Bildungsgrätzl

Im 2. Bezirk entsteht das Bildungsgrätzl "LeoMitte".
Im 2. Bezirk entsteht das Bildungsgrätzl "LeoMitte". - © PID/Votava Martin
Im 2. Wiener Gemeindebezirk entsteht mit “LeoMitte” ein neues Bildungsgrätzl. Dort soll unter anderem das Thema Vielfalt im Mittelpunkt stehen.

In der Leopoldstadt ist im Bereich der Schulen Darwingasse, Novaragasse und Pazmanitengasse das neue Bildungsgrätzl “LeoMitte” im Entstehen. Neben den beiden Volksschulen und der neuen Mittelschule werden auch der “Jugendtreff alte Trafik” und der “Piramidos Frauentreff” am Volkertplatz beim Bildungsgrätzl mitmachen. Gestern Freitag wurde gemeinsam ein erstes großes Straßenfest gefeiert.

In der gemeinsamen pädagogische Ausrichtung des neuen Bildungsgrätzls soll unter anderem das Thema Vielfalt im Mittelpunkt stehen: Die Vielfalt von Menschen mit und ohne Behinderungen, aber auch die Vielfalt der Bewohner des Grätzls.

Synergieeffekte im Bildungsgrätzl “LeoMitte”

Für die Schüler soll der Übergang zwischen einzelnen Schulformen erleichtert werden: Geplant ist unter anderem ein schulübergreifender Einsatz von Lehrern, eine gemeinsame Raumnutzung und ein breiteres Angebot zusätzlich zum Pflichtunterricht. “Das wird eine Kontinuität des Lernens über Schulstufen hinweg ermöglichen”, freut sich Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky. “Auch die Setzung von Schwerpunkten für die gesamte Schullaufbahn wird damit erleichtert.” Für die LehrerInnen soll die Kooperation untereinander verstärkt werden – durch schulübergreifende Fördermaßnahmen und auch durch den Einsatz von zusätzlichen ExpertInnen.

Der Abbau von Hürden soll weiters durch schulübergreifende Lern- und Freizeitangebote und eine schulübergreifende Mehrstufenklasse von der 4. bis zur 6. Schulstufe gelingen.

“Um in der Bildung etwas zu bewegen, muss man auch kleinteilig denken – und handeln. Denn hier geht es um Menschen, um ihre Leben und um ihre Lebensumgebung. Mit anderen Worten: Es geht um das Grätzl. Genau dieses kleinteilige Miteinander gelingt mit dem Bildungsgrätzl LeoMitte durch die intensive Zusammenarbeit der Schulen untereinander sowie mit Vereinen, Initiativen, städtischen und privaten Institutionen der unmittelbaren Umgebung”, so Wiens Amtsführender Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer.

Grätzlfeste und Angebote für die Jugend

Für das familiäre und soziale Umfeld wird im Bildungsgrätzl ein Netz von Angeboten geschaffen, das von der Bildungsberatung, über die Weiterbildung bis hin zur schwerpunktmäßigen Beratung von Frauen und von Personen mit Migrations- und Fluchtbiografie reicht. Geplant sind weiters Grätzl-Initiativen, wie beispielsweise Grätzl-Spaziergänge, eine Grätzl-Olympiade und gemeinsame Feste.

“Besonders erfreulich ist, dass wir hier auch einen Schwerpunkt auf die außerschulische Jugendarbeit legen”, betont Jürgen Czernohorszky. “Denn Lernen findet nicht nur in der Schule sondern auch in der Freizeit, im Jugendzentrum oder im Park statt. Hier wird ein dichtes Netz städtischer Einrichtungen und privater Bildungsinitiativen geknüpft. Genau darum geht es auch in der Idee der Bildungsgrätzl.”

Vorgesehen ist schließlich auch eine verkehrstechnisch sichere Verbindung zwischen den kooperierenden Schulen und Institutionen.

“Das Bildungsgrätzl liegt mir enorm am Herzen”

“Das Bildungsgrätzl ‘LeoMitte’ liegt mir enorm am Herzen”, betont Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger. “Alle Beteiligten, also Schulen, Lehrkörper, Familien und SchülerInnen profitieren von dieser Vernetzung und der Schaffung von Synergien profitieren, im schulischen wie im außerschulischen Bereich. Das Thema von “LeoMitte” ist “Vielfalt”. Ebenso vielfältig und bunt wie unser ganzer Bezirk, in dem Menschen unterschiedlichster Herkunft und Glaubensrichtungen friedlich zusammenleben, ist unser “LeoMitte”-Bildungsgrätzl.”

“Das Bildungsgrätzel funktioniert deshalb so gut hier in der Leopoldstadt, weil den PädagogInnen der betroffenen Bildungseinrichtungen und allen anderen beteiligten Menschen das Wohl der Kinder und Jugendlichen wirklich ein Herzensanliegen ist. Dafür gebührt ihnen großer Dank”, so Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin Astrid Rompolt.

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